Österreichs USA-Export floriert

Besonders erfolgreich: Spezialmaschinen, Industrieanlagen - Handel mit Hochtechnologie weitet sich aus

PWK - Österreichs Exporte in die USA entwickeln sich sehr positiv, meldet Handelsdelegierter Benno Koch aus New York. Nach der Rekordsteigerung des Jahres 1998 (um + 20 Prozent auf 31 Mrd S) wurde in den ersten vier Monaten 1999 eine weitere kräftige Zunahme (+ 9 Prozent) verzeichnet. ****

Dieser Zuwachs ist angesichts der von den USA im Hormonstreit verhängten Strafzölle besonders eindrucksvoll, so Koch. Viele amerikanische Importeure hätten sich nämlich schon seit Jahresbeginn im Hinblick auf die zu erwartenden Sanktionen mit ihren Bestellungen zurückgehalten. Die US-Strafzölle betreffen, wie berichtet,

hauptsächlich Fruchtsäfte, in geringerem Ausmaß Käse, Schinken, Zwiebel, Senf. Auf Basis der Außenhandelszahlen 1998 entspricht dies einem österreichischen Exportvolumen von rund 120 Mio S.

Österreichs wichtigste Exportpositionen in die USA sind nach wie vor Spezialmaschinen und kundenspezifische Industrieanlagen, erläutert Koch. In diesen Bereichen wurden auch die höchsten Exportsteigerungen erzielt.

Österreichs Importe aus den USA legten im ersten Jahresdrittel 1999 um 11 Prozent zu, nachdem sie im Gesamtjahr 1998 einen leichten Rückgang von 4 Prozent (auf 40,6 Mrd S) verzeichnet hatten. Am stärksten nahmen im laufenden Jahr die Einfuhren von Maschinen und Fahrzeugen aus den USA zu.

Die Lieferungen von Rohstoffen und Nahrungsmitteln gingen in der Berichtsperiode in beiden Richtungen eher zurück. Eine verstärkte Handelsverflechtung zeichnet sich hingegen im wichtigen Bereich der Hochtechnologie ab, so Koch.

Die starke Steigerung der österreichischen Lieferungen (seit drei Jahren jeweils um zweistellige Prozentpunkte) hat auch zu einer Expansion der Direktinvestitionen geführt, bemerkt der Handelsdelegierte. "Die österreichischen Niederlassungen, insbesondere jene in der Möbelindustrie, der Bauwirtschaft, im Konsumgüterbreich und im Industrieanlagenbau haben die anhaltende US-Hochkonjunktur gut genützt und konnten in den USA einen Umsatz von mehr als einer Mrd S verbuchen" (Koch). Ende 1998 gab es insgesamt 259 österreichische Vertriebs- und 60 Produktionsniederlassungen in den USA.

Die amerikanischen Firmen wiederum würden verstärkt auf Österreich als Sprungbrett für die EU- und die MOEL-Märkte setzen, vor allem in den Bereichen Telekommunikation und Automobilzulieferungen.

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