ARBÖ: Die zehn häufigsten Fehler bei der Ersten Hilfe

Wer Hilfe erwartet, sollte auch Hilfe geben

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ informiert über die zehn häufigsten Erste-Hilfe-Fehler - und wie Sie es richtig machen.

Fehler 1: Bei einem Unfall einfach wegschauen und weiterfahren. Richtig: Notfall erkennen, Unfallstelle absichern, Personen in Sicherheit bringen, Rettung verständigen.

Fehler 2: Beim Notruf unvollständige Angaben melden.
Richtig: Für Rettung und Feuerwehr wichtige Angaben sind:
* Wo ist der Unfall geschehen (Bezirk, Straße, Kreuzung, Hausnummer, Landstraße Km-Stein etc.)?
* Wieviel Menschen sind betroffen (Angabe zum Patienten:
Hauptbeschwerden, Verletzungsmuster, Blutungen, ungefähres Alter, bewußtlos, wach, Atmung unauffällig, erschwert, fehlt, Herzkreislauf vorhanden, nicht vorhanden)?
* Außerdem sollte unbedingt eine Rückrufnummer und der eigene Namen angeben werden.

Fehler 3: Mit der Herz- und Lungenwiederbelebung beginnen, ehe Hilfe geholt wird.
Richtig: Mit Wiederbelebung beginnen und eine dritte Person
Hilfe holen lassen.

Fehler 4: Einen Verunfallten alleine lassen.
Richtig: Beim Verunfallten bleiben, ihm das Gefühl geben, nicht alleine zu sein, dabei nicht stehen, sondern sich zu ihm setzen.

Fehler 5: Zu tiefe oder zu flach durchgeführte Druckmassage des Herzens.
Richtig: Das Brustbein wird in etwa drei bis fünf Zentimeter gegen die Wirbelsäule gedrückt.

Fehler 6: Eine viel zu niedrig angesetzte Massagefrequenz des Herzens.
Richtig: 80 bis 100mal pro Minute ist die richtige Massagefrequenz.

Fehler 7: Nichtentfernung von Zahnprothesen, die locker sitzen
oder zerbrochen sind.
Richtig: Vor Beginn der Beatmung Mundhöhle des Verunfallten auswischen, Zahnprothesen entfernen.

Fehler 8: Ein zu großes Atemvolumen des Beatmers, das zu Magenblähung mit Erbrechen des Patienten führen kann.
Richtig: Ruhig und nicht zu stark beatmen.

Fehler 9: Nichterkennen des eingesetzten Kreislaufs
Richtig: Sobald Kreislauf und Atmung wiederkehren, muß der Patient in eine stabile Seitenlage gebracht werden.

Fehler 10: Direkter Hautkontakt bei der Mund-zu-Mund-Beatmung. Richtig: Um Infektionen zu vermeiden, verwenden Sie ein Taschentuch oder eine spezielle Beatmungsmaske.

Übrigens: Jeder, der in einem Notfall selbst Hilfe erwartet, sollte auch bereit sein, diese Hilfe anderen zukommen zu lassen.

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