Salzburger Festspiele: Kuratorium setzt Findungskommission ein

Land nominiert ehemaligen Festspielpressesprecher / Hans Widrich – Vorschläge bis 30. November 1999

Salzburg (OTS) - Der nach 2001 künftige Künstlerische Leiter
der Salzburger Festspiele soll von einer
Findungskommission gesucht werden. Dies wurde heute, Montag, 2. August, bei einer Sondersitzung des
Festspielkuratoriums beschlossen. Der Vorsitzende des Salzburger Festspielfonds, Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger, und der Kuratoriumsvorsitzende, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, definierten dabei einhellig die
künftige inhaltliche Ausrichtung der Festspiele, wonach ein Zurückdrehen des Rades und eine Minderung der
Qualität nicht in Frage komme. Aufgeschlossenheit, Innovation und Kreativität im Programm seien
unverzichtbar, betonte Schausberger.

Findungskommission: Aufgabenstellung

Das Kuratorium war sich einig, dass der künftige Künstlerische Intendant für die Zeit nach dem Jahr 2001 aus
dem Kreis des Kulturmanagements zu finden sei. Das Kuratorium erwartet vom künftigen Künstlerischen Leiter
die Fortsetzung der künstlerischen Grundlinie der vergangenen Jahre im Sinne der Offenheit und
Aufgeschlossenheit gegenüber dem Modernen, Innovativen und Experimentellen. Das Kuratorium erwartet sich
weiters

eine Offenheit gegenüber Salzburger Kulturinstitutionen,

Offenheit zur Zusammenarbeit mit den Osterfestspielen und den Festspielen Pfingsten Barock,

eine engagierte Mitwirkung an der Vorbereitung des Mozartjahres 2006

und die aktive Mitwirkung bei der Betreuung der bestehenden und der Gewinnung neuer Sponsoren.

Personelle Zusammensetzung der Findungskommission

Das Land Salzburg nominierte als seinen Vertreter den langjährigen Pressechef der Festspiele, Prof. Dr. Hans
Widrich. Die Stadt Salzburg nominierte den Ex-Sparkassendirektor Gerhard Schmid, der bereits in der
Findungskommission für Gérard Mortier mitgewirkt hatte. Den Salzburger Fremdenverkehrsförderungsfonds
vertritt der Vorstand der Wiener Philharmoniker, Dr. Clemens Hellsberg. Der Bund wird seinen Vertreter erst
nach der Rückkehr des Bundeskanzlers aus dem Urlaub nominieren, teilte Bundesvertreter Altbürgermeister
Dipl.-Ing. Josef Reschen mit. Die Geschäftsführung der Findungskommission obliegt der Präsidialabteilung
beim Land Salzburg.

Grünes Licht für Pfingstfestspiele

Grünes Licht für die Planung der Festspiele Pfingsten Barock gab das Kuratorium bis zum Jahr 2001. Danach
sollen die Pfingstfestspiele, wie Landeshauptmann Dr. Schausberger betonte, eventuell in einer neuen
Rechtskonstruktion weitergeführt werden. Der Bund, so Vertreter Dipl.-Ing. Reschen, sei sowohl den
Pfingstfestspielen als auch den Osterfestspielen gegenüber aufgeschlossen. Schausberger wie auch Schaden
legten auf eine enge Zusammenarbeit der Sommerfestspiele mit den Oster- und Pfingstfestspielen besonderen
Wert.

Geschäftsordnung beschlossen

Beschlossen wurde vom Kuratorium auch die vorgelegte Geschäftsordnung für das Direktorium des Salzburger Festspielfonds, die von Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger und Staatssekretär Dr. Peter Wittmann in
einem Gespräch in Wien ausverhandelt wurde. Auf der Basis dieser Geschäftsordnung soll der neue
Künstlerische Intendant gesucht werden. Schausberger und Schaden stellen sich vor, dass nach der Nominierung
des Intendanten die Kaufmännische Leitung der Festspiele öffentlich ausgeschrieben wird.
Zur Person von Hans Widrich

Zum Vertreter des Landes in der Findungskommission, Prof. Dr. Hans Widrich, bemerkte Schausberger, er sei
mit der Situation der Salzburger Festspiele bestens vertraut. Er kenne deren Geschichte und deren gegenwärtige
Struktur. Während seines fast 30-jährigen Wirkens bei den Salzburger Festspielen sei Widrich für eine
Modernisierung des Programmes eingetreten, was zu wichtigen Uraufführungen, wie den Theaterstücken von
Bernhard, Handke und Hochhut und der Uraufführung eines Penderecki-Stückes, führte. Im Besonderen habe
sich Widrich für eine Öffnung der Festspiele, wie Tage der offenen Tür, Ausstellungen und Übertragungen auf
dem Domplatz engagiert. Dr. Widrich sehe seine Aufgabe als Vertreter des Landes in der Findungskommission
auch darin, mit den besten Kennern der Materie aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Medien ständig
Kontakt zu halten, sagte Dr. Schausberger.

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