Stellungnahme AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger

Wien (OTS)- Zu den explodierenden Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente nahm heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) Stellung. "Eine Maßnahme, mit der sofort bis zu 3,5 Mrd. Schilling für die Krankenkassen einzusparen wäre, ist die Ausweitung der Rezeptfreiheit auf europäisches Niveau", fordert Dirnberger die Gesundheitsministerin Hostasch zum Handeln auf. "Hostasch kann nicht, wie heute in einem Zeitungsartikel gemeldet, die Verantwortung für Einsparungen in diesem Bereich alleine den Krankenkassen zuweisen", stellt Dirnberger fest.

In Österreich liegt der Anteil rezeptfrei erhältlicher Medikamente bei etwa 10 %. In anderen Ländern mit vergleichbar hohen Gesundheitsstandards (Deutschland, Schweiz) liegt dieser Anteil bei ca. 40 %. Die Entscheidung darüber, ob ein Medikament in Österreich rezeptfrei ist, trifft die im Gesundheitsministerium angesiedelte Rezeptpflichtkommission.

Durch eine Ausweitung der Rezeptfreiheit, so Dirnberger, ersparen sich die Krankenkassen Geld durch den Wegfall von Verschreibungen und den dazu notwendigen Arztbesuchen. Die Sicherheit und Beratung über das Medikament ist durch die Apotheker als abgebende Personen auf jeden Fall gewährleistet, wie Deutschland zeigt. "Natürlich gibt es gegen eine Ausweitung der Rezeptfreiheit Widerstände der Ärzteschaft, die dabei um Einkommen fürchtet, aber es ist Aufgabe von Ministerin Hostasch, für patientenfreundliche und kostensenkende Verhältnisse zu sorgen", so Dirnbergers Forderung an die Gesundheitsministerin.

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