Schloßhof und Niederweiden - Drehscheiben zum Osten?

Neues Konzept sieht Ausbau zum Begegnungszentrum vor

St.Pölten (NLK) - Die beiden Marchfeldschlösser Schloßhof und Niederweiden könnten sich zu einem internationalen Veranstaltungs-und Begegnungszentrum entwickeln, das im Rahmen der EU-Osterweiterung eine wichtige Rolle als "Drehscheibe zum Osten" spielen könnte: In einem kürzlich der Öffentlichkeit vorgelegten Konzept über den Ausbau der beiden Schlösser analog zum Betrieb des Schlosses Schönbrunn im Rahmen einer Betriebsgesellschaft nimmt dieser Gesichtspunkt einen zentralen Raum ein. Die Etablierung der Schlösser als grenzüberschreitender Kommunikations- und Begegnungsraum würde den Nutzen von Schloßhof und Niederweiden enorm steigern.

Dazu soll, wie bereits berichtet, eine Tochtergesellschaft der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft m.b.H. gegründet werden. In den nächsten sieben Jahren will man mit einem Investitionsvolumen von rund 150 Millionen Schilling die Gebäude sanieren, die Außenanlagen wiederherstellen und die Infrastruktur verbessern, sodaß auch eine intensive touristische Nutzung weit über das derzeitige Maß hinaus möglich wird.

An der Wiederherstellung historischer Innenräume ist auch das Bundesmobiliendepot interessiert, das Teile der originalen Einrichtungen aus der Zeit Prinz Eugens und Maria Theresias unter Verwahrung hält und teilweise auch in Wien ausstellt. "Dabei handelt es sich allerdings ausschließlich um Sessel und Hocker, die zur Zeit Prinz Eugens und Maria Theresias verwendet wurden", stellt der Leiter des Bundesmobiliendepots Dr. Parenzan dazu einschränkend fest. Die Räume waren damals fast ausschließlich mit Sitzmöbeln ausgestattet, es gibt aus dieser Zeit keine Originalkästen aus den beiden Schlössern.

Die baulichen Vorarbeiten an beiden Schlössern wurden bis 1986 in Vorbereitung der Prinz Eugen-Ausstellung geleistet. Sie betrafen allerdings nur den für die Ausstellung benötigten ersten Stock von Schloßhof und das kleine Schloß Niederweiden. In nicht restauriertem Zustand befinden sich die übrigen Räume von Schloßhof, in denen seit dem klassizistischen Umbau Ende des 18. Jahrhunderts und seit der Adaptierung von Schloßhof zum k.k. Militär-, Reit- und Fahrlehrinstitut um 1900 nichts geschehen ist. Vorarbeiten wurden auch im barocken Prunkgarten vorgenommen, der in seiner einstigen Pracht auf einem Ölgemälde Bernardo Belottos um 1760 zu sehen ist. In den letzten Jahren wurden Fundamente des barocken Gartens freigelegt. Er könnte nach der Vorlage Belottos rekonstruiert und zu einem Erlebnisgarten für Familien mit Kindern ausgestaltet werden.

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