GLAWISCHNIG: UNHEILIGE GEN-ALLIANZ VON MOLTERER UND RAIFFEISEN

Grüne: Billigstbieter-Prinzip geht Raiffeisen vor Qualitätsproduktion

Wien (OTS) - "Anstatt den österreichischen Bauern eine Hilfestellung bei der Umsetzung einer gentechnikfreien Landwirtschaft zu geben, ist Raiffeisen offenbar nur am Billigsbieter-Prinzip interessiert. Mögliche Risiken für die Lebensmittelqualität und die Umwelt scheinen den Konzern kaum zu interessieren", kritisiert die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Auf die Aufdeckung der Grünen, daß nämlich in Futtermitteln gentechnisch verändertes Soja gefunden wurde, reagierte ein Sprecher von Raiffeisen im 'Wirtschaftsblatt' dahingehend, daß Gensoja ohnehin alle verkaufen würden und daß eine Kennzeichnung unmöglich sei. "Es ist bezeichnend, daß Raiffeisen etwas für unmöglich hält, was in der Schweiz seit drei Jahren problemlos funktionert, nämlich eine umfassende Kennzeichnung von Futtermitteln. Da vernebelt das wirtschaftliche Interesse den Blick über die Landesgrenzen. Die Produktion von Qualität und das Wohl der KonsumentInnen ist für Raiffeisen offenbar nebensächlich", so Glawischnig. ****

Angesichts der Reaktion von Raiffeisen wird klar, warum Landwirtschaftsminister Molterer so zurückhaltend reagiere. "Offenbar existiert eine unheilige Allianz zwischen der Raiffeisen-Genossenschaft und dem Landwirtschaftsministerium, die Mißstände herunterspielen will und an Lösungen nicht interessiert ist", so Glawischnig. Die Umweltsprecherin erinnert daran, daß alle sechs Proben, die die Grünen auf gentechnische Bestandteile untersuchen ließen, in Raiffeisen-Lagerhäusern gezogen worden sind. Fünf davon enthielen das umstrittene Monsanto-Soja Round-Up-Ready. Weitere Proben, die gezogen wurden, werden derzeit untersucht, kündigt Glawischnig eine Fortsetzung der Futtermittel-Kontrolle durch die Grünen an.
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