Republik Östereich drohen neue Klagen über hunderte Millionen Schilling.

Vereinbarung zwischen Bank-Austria und US-Anwälten durch Weisung von Nationalratspräsident Heinz Fischer gefährdet

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, drohen der Republik neue Millionenklagen tausender Holocaust.-Überlebender. Hintergrund der möglichen Klagen ist eine Vereinbarung zwischen dem von der Republik eingerichteten Nationalfonds für die Opfer des Nationalsozialismus und der Bank-Austria-Gruppe. Die Bank-Austria-Gruppe hatte im Frühjahr diese Jahres mit rund einem Dutzend US-Anwälten einen Vergleich über die Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus geschlossen. Eine der Grundlagen für die rasche und erfolgreiche Abwicklung dieser Settlement-Zahlungen an die Opfer war, daß sich der Fonds bereit erklärt hatte, der Bank-Austria 29.000 Adressen von NS-Opfern zur Verfügung zu stellen. Die Generalsekretärin des Fonds, Hannah Lessing, unterschrieb daher am 9. Juli vor einem New Yorker Gerichte eine dementsprechende Vereinbarung. Am 16. Juli aber , so berichtet FORMAT weiter, ließ der Präsident des Nationalfonds, Nationalratspräsident Heinz Fischer durch seine Generalsekretärin Lessing der Bank-Austria persönlich mitteilen, der Nationalfonds sei nun nicht plötzlich mehr bereit, der Bank die Adressen zur Verfügung zu stellen..

Durch den Rückzug des Fonds ist nun nicht nur die Vereinbarung zwischen der Bank-Austria und den US-Anwälten ernsthaft gefährdet, sondern dem Nationalfonds und seinen Organen (Präsident ist Heinz Fischer SPÖ, Vizepräsident Heinrich Neisser, ÖVP) drohen nun auch noch Klagen von Holocaust-Opfern, da der Fonds in den USA eine rechtliche Verpflichtung eingegangen ist. Kritik an Fischer kommt aber auch vom Koalitionspartner ÖVP. Wie der zweite Nationalratspräsident Heinrich Neisser gegenüber FORMAT bestätigt, wurde das Abkommen zwischen Bank-Austria und dem Fonds ohne Absprache mit ihm unterzeichnet. Über den Abschluß einer Vereinbarung zwischen NS-Fonds und Bank-Austria habe Fonds-Vizepräsident Neisser erst am Mittwoch vergangener Woche - also erst drei Wochen nach Unterzeichnung - erstmals Kenntnis erhalten.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

FORMAT Michael Nikbaksh 0664 301 46 16

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS