Schausberger zu hohen Benzinpreisen: "Alle an einen Tisch"

Dialog-Angebot des Salzburger Landeshauptmannes – Runder Tisch und gemeinsame Aktionen aller Salzburger Parteien

Salzburg (OTS) - Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger bot heute Freitag, 30. Juli, Landeshauptmann-
Stellvertreter Gerhard Buchleitner Unterstützung im Bemühen um gerechte Bezinpreise an. Es könne nicht weiter
akzeptiert werden, daß die Salzburger im Vergleich zu den Ostösterreichern bis zu 1.000 Schilling im Jahr mehr in
die Kasse der Mineralölgesellschaften fließen ließen, so Schausberger. Diese hohen Benzinpreise seien ungerecht
für die Salzburger und Salzburgerinnen und bedeuten für die Salzburger Wirtschaft eine Wettbewerbsverzerrung.
Bei 24 Tankfüllungen im Jahr sei in Salzburg das Benzin für alle Autofahrer um rund 100 Millionen Schilling teurer
als in Wien, bezog sich Schausberger auf Berechnungen der Salzburger Arbeiterkammer. Es sei daher nicht gerecht,
daß Salzburger mehr für Benzin zahlen als Wiener und Niederösterreicher, sagte der Salzburger Landeshauptmann. Schausberger nimmt dabei die Tankstellenpächter ausdrücklich in Schutz, die "die Preisdiktate ihrer Multis
übernehmen müssen" und sich in den meisten Fällen an die Vorgaben ihrer Lieferanten zu halten haben. Aber es
könne nicht akzeptiert werden, daß etwa in der Steiermark Diesel um bis zu 70 Groschen billiger sei. Auch im
vergleichbaren Tirol könne man billiger tanken, obwohl das Land in der Topografie, die als ein Grund für höhere
Treibstoffpreise genannt werde, vergleichbar ist.

Runder Tisch bis Unterschriftenaktion

Schausberger will daher in den nächsten Wochen einen runden Tisch, an dem alle Salzburger Parteien mit den
großen Mineralölfirmen faire Preise verhandeln sollen. Er werde daher in den nächsten Tagen alle Parteien und die
in Salzburg vertretenen Ölmultis zum Dialog über faire Benzinpreise einladen, kündigte Schausberger an.
Gleichzeitig solle die selbe Vorgangsweise auf Bundesebene geübt werden. Bleibe der Dialog ohne Erfolg, müßten
auch Salzburgs Autofahrerinnen und Autofahrer reagieren. Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner müßte
seinerseits zum Mittel der amtlich geregelten Benzinpreise greifen. Er habe vor, so Schausberger, im September
einen Wettbewerb der billigsten Tankstellen im Land Salzburg auszuschreiben, unter dem Motto "klare Sicht auf
Benzinpreise" und die Ergebnisse in der Salzburger Landes-Zeitung laufend zu veröffentlichen. Wenn nötig, könne
man auch parteienübergreifend eine gemeinsame Unterschriftenaktion im Land Salzburg starten, schlug
Schausberger vor.

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