Forum Mobilkommunikation (FMK)-Stellungnahme zu ÖGNU-Forderungen GSM-Grenzwerte sind Vorsorgegrenzwerte

Wien (OTS) - Neuerlich forderte der Umweltdachverband ÖGNU in
einer Pressekonferenz die Intensivierung eines Dialogs zwischen GSM-Betreibern und der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit der Errichtung von GSM-Sendemasten. Dabei berief man sich unter anderem auf eine am 16. Juli 1999 an Nationalratspräsident Heinz Fischer übergebene Petition. Aus Sicht des FMK würde Dialog aber auch bedeuten, daß man von seiten der Kritiker mit den Betreibergesellschaften bzw. -vertretern ebenfalls bereit ist, in Kontakt zu treten. Leider wurde es bis jetzt verabsäumt, dem FMK die "Handy-Petition" bzw. deren Inhalte zu übermitteln, womit das FMK lediglich auf mediale Informationen angewiesen war. Eine Vorgehensweise, die nicht gerade ein Musterbeispiel an Dialogorientierung darstellt.

Im Zusammenhang mit Aussagen zu fehlendem Rechtsschutz der Bürger weist das FMK darauf hin, daß bei der Errichtung von GSM-Sendeanlagen bis zu zehn Gesetzesmaterien - sowohl auf Bundes-, Landes- als auch Gemeindeebene - berücksichtigt werden müssen. Damit sind in den Bewilligungsverfahren klare gesetzliche Vorschriften einzuhalten, womit für ausreichenden Rechtsschutz jedenfalls gesorgt ist.

Der ebenfalls im Rahmen der Pressekonferenz wieder zitierte "Salzburger Vorsorgewert" von einem Milliwatt/m2 basiert - wie bereits mehrfach festgestellt - weder auf wissenschaftlichen noch auf entsprechenden rechtlichen Grundlagen. Internationale Studien, die es entgegen den Behauptungen der GSM-Kritiker sehr wohl gibt, haben bislang keinerlei Gesundheitsbeeinträchtigungen nachweisen können. Daher hält das FMK die ständige Diskussion rund um die gesundheitlichen Auswirkungen in dieser Form für nicht gerechtfertigt und ist lediglich dazu angetan, Beunruhigung unter der Bevölkerung bzw. den GSM-Benutzern zu erzeugen. Eine sachliche Diskussion, wie vom FMK im heurigen Frühjahr im Rahmen von Experten-Workshops angeboten - wird jedoch jederzeit angeboten und forciert.

Auch in der Erforschung der Auswirkungen ist das FMK ausgesprochen aktiv: Im Frühjahr 1999 wurde gemeinsam mit der Stadt Salzburg ein Meßprojekt durchgeführt, für das das Forschungszentrum Seibersdorf verantwortlich zeichnete. Das Ergebnis: Der höchste Wert bei Einzelfrequenzen im GSM-Bereich betrug übrigens nur 0,21 % dieser Vorgabe. Insofern erscheint die Forderung auf der heutigen ÖGNU-Pressekonferenz nach den italienischen bzw. schweizerischen Grenzwerten, die um das 60- bzw. 100fache unter den österreichischen Grenzwerten liegen, unnötig. Hinsichtlich einer Reduktion der Grenzwerte spricht sich das FMK eindeutig für ein international akkordiertes Vorgehen aus und plädiert dafür, die entsprechenden internationalen Grenzwerte (WHO, ICNIRP) die darüber hinaus auch als Vorsorgegrenzwerte konzipiert sind, auch für Österreich beizubehalten.

Dr. Lothar Roitner, Vorstandssprecher des FMK relativiert die Forderungen von ÖGNU: "Es gibt keinerlei wissenschaftliche Beweise oder Indizien für eine Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkmasten. Die Grenzwerte werden von den Betreibern eingehalten, Messungen haben sogar gezeigt, daß sie um das 1000 bis 10.000fache unterschritten werden."

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