AK gegen Biodiesel-Verordnung

Keine Freigabe für Biodiesel-Beimengung bei vielen Autos vorhanden

Wien (OTS) – Die AK spricht sich erneut gegen die Biodiesel-Verordnung aus. Eine verpflichtende Beimengung von Biodiesel bedeutet Mehrkosten für die Konsumenten und bringt nichts, kritisiert die AK die jüngsten Aussagen vom Vorsitzenden der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Schwarzböck. Außerdem sind auch die Betroffenen nicht informiert worden, wie sich zeigt: Die AK hat stichprobenartig Autohändler angerufen, die meisten zeigten sich nicht informiert von der geplanten Verordnung und bestätigen, daß die Hersteller keine Freigabe für Biodiesel erteilt haben. Biodiesel gehört auch nicht zu den effizienten Umweltschutzmaßnahmen, kritisiert die AK. Stattdessen ist Wärmedämmung und Fernwärme dem Biodiesel von den Beschäftigungseffekten und Kosten weit überlegen, so die AK. ****

Die Biodiesel-Verordnung darf nicht in Kraft gesetzt werden, erklärt die AK erneut. Die Biodiesel-Pflicht verursacht Kosten für die Konsumenten und Steuerzahler, bringt aber wenig. Das zeigen Untersuchungen der AK.
Außerdem ist es wohl nicht zweckmäßig eine Verordnung durchzusetzen, ohne vorher mit den betroffenen Autoherstellern geredet zu haben. Die AK ist im Internet auf eine Liste gestoßen (http://www.utop.de/), in der ein Großteil der Autohersteller
keine Freigabe für die Beimengung von Biodiesel gibt. Die AK hat daraufhin stichprobenartig die Autohändler angerufen, die laut Internetliste keine Freigabe erteilen und es hat sich bestätigt:
Diese Autohersteller erteilen keine Freigabe für die Verwendung
von Biodiesel oder Biodiesel-Beimengung und übernehmen keinerlei Haftung, falls Schäden bei der Verwendung von Biodiesel auftreten würden.

Als mögliche Schäden, die auftreten könnten, wurde der schnellere Verschleiß von Dichtungen, Probleme mit der Einspritzpumpe und generell mit Bauteilen und mit der Schmierung genannt. Auch wenn keiner der befragten Techniker gesicherte Auskunft über wahrscheinliche Probleme durch die Biodieselbeimengung geben
konnte, spricht die Tatsache für sich, daß die Hersteller dabei bleiben, keine Freigabe zu erteilen. Zu weiteren Umweltbelastungen könnte es kommen, falls laufende Modelle dadurch eine kürzere Lebensdauer erreichen und früher verschrottet werden müßten. Eine Halbierung der Ölwechselintervalle der Motoren, wie es ein Hersteller in der Internet-Information empfiehlt, würde ebenso Umwelt und Geldbörse belasten.

Bei der Umsetzung des Kyotozieles kommt es darauf an, Klimaschutzmaßnahmen wirksam zu erreichen. Biodiesel gehört nicht zu den effizienten Maßnahmen, kritisiert die AK. Stattdessen ist Wärmedämmung und Fernwärme dem Biodiesel von den Beschäftigungseffekten und Kosten weit überlegen, so die AK.

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