Quantschnig: Kein Anlaß für moderate Lohnrunden!

AK fordert Bündnis für Arbeit und Einkommen

Klagenfurt (OTS) - Keinen Grund für Zurückhaltung bei den Lohn-verhandlungen in diesem Herbst sieht der Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, Josef Quantschnig. Das Wirtschaftswachstum in Österreich ist im Vergleich zu den anderen EU-Ländern überdurchschnittlich hoch und wird vor allem vom privaten Konsum getragen. Dem muß bei den bevorstehenden KV-Runden Rechnung getragen werden, verlangt Quantschnig.

Seit 1980 sank die Lohnquote - das ist der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen - in Österreich von 54,3 auf 45,9 Prozent. Gleichzeitig bestätigen Konjunkturanalysen, daß die guten Wirtschaftsdaten aus einer stabilen Inlandsnachfrage resultieren. "Deshalb ist es wichtig, bei den bevorstehenden Lohnverhandlungen reale Steigerungen zu erzielen", fordert Quantschnig.

Die derzeit positive Beschäftigungsentwicklung dürfe laut Quantschnig nicht den Blick auf die strukturellen Arbeitsmarktprobleme in Kärnten verschleiern. Die Zahl älterer Arbeitsloser nimmt nach wie vor rapid zu. Im Juni erreichte der Anteil der über Fünfzigjährigen an der Gesamtarbeitslosigkeit in Kärnten mit 16,3 Prozent einen vorläufigen Spitzenwert. Jeder siebente Arbeitslose in Kärnten ist älter als 50.

Die Arbeiterkammer Kärnten hat in ihrem Memorandum an die neue Landesregierung Aktionen für besonders gefährdete Gruppen am Arbeitsmarkt gefordert: verpflichtende Maßnahmen für Betriebe, die trotz großzügiger Förderungen keine Lehrlinge ausbilden, stärkeren Kündigungsschutz und die Einführung einer Quotenregelung für ältere Arbeitnehmer sowie den Verzicht auf Altersgrenzen bei Stellenausschreibungen im öffentlichen Dienst.

Quantschnig erneuert in diesem Zusammenhang seine Forderung an Landeshauptmann Dr. Jörg Haider, ein Kärntner Bündnis für Arbeit und Einkommen in Angriff zu nehmen. "Ziel dieses Bündnisses muß es sein, mit gemeinsamen Programmen die bestehenden Arbeitsplätze in Kärnten zu schützen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Sozialpartner, die Vertreter der Wirtschaft und des Landes sollen diesem Bündnis als Partner beitreten", verlangt der AK-Präsident. Nur dann sei es möglich, wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, des Wirtschaftsstandortes Kärnten und zur Qualifikation der Arbeitnehmer, zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen umzusetzen.

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