Kärntner Betriebsräte rechnen mit mehr Arbeitsplätzen

AK-Konjunkturumfrage unter Arbeitnehmervertretern

Klagenfurt (OTS) - Mit gemischten Gefühlen beurteilen die Kärntner Betriebsräte die wirtschaftliche Entwicklung im heurigen Jahr: mehr Betriebe als 1998 befürchten einen Rückgang der Aufträge. Dafür überwiegt der Optimismus bei der Beschäfti-gungsentwicklung. In fast allen Branchen rechnet man heuer mit Personaleinstellungen. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Arbeiterkammer Kärnten.

...Wirtschaftsforscher sagen für heuer ein reales Wachstum von 2,2 Prozent, für 2000 von 2,6 Prozent voraus. Trotz dieser leichten Konjunkturdelle entwickelt sich der Kärntner Arbeitsmarkt heuer nach Einschätzung der Betriebsräte weiter positiv. Im Juni wurden in Kärnten im Vergleich zum Vorjahr um 1.714 Beschäftigte mehr registriert. Das entspricht einer Steigerung um 0,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Juni 1998 von 5,9 auf derzeit 5,3 Prozent. Die Ursache für diese positive Entwicklung hat eindeutig konjunkturelle Gründe.

Grundlage für die Konjunkturumfrage der Arbeiterkammer waren die Angaben von 227 Kärntner Betriebsräten, die rund 41.400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kärnten vertreten.

Das sind die Ergebnisse der AK Konjunktur-Umfrage im Detail:
Pessimistischer als im Vorjahr beurteilen die Betriebsräte die Auftragslage. Zwar rechnen 56,8 Prozent (1998: 48,3) der Befragten mit gleichbleibenden Aufträgen. Die Zahl jener, die mehr Aufträge als im Vorjahr erwarten, ist aber von 26,6 Prozent auf 18,5 Prozent gesunken.

Fast gleich viele Betriebsräte wie im Vorjahr, nämlich rund 25 Prozent, prognostizieren eine Verschlechterung der Auftragslage. Damit rechnet man vor allem in den Branchen Textil, Energie, Bauhaupt- und Nebengewerbe, Elektro, Lebensmittel, Bergbau, Handel, Verkehr, Chemie und Metall.

Bei der Beurteilung der Beschäftigung setzt sich der positive Trend, der 1997 begonnen hat, weiter fort. 34,4 Prozent der Betriebsräte (1998: 30,7) sagen für heuer zusätzliche Einstellungen voraus, während 17,8 Prozent (1998: 15,4) mit einem Personalabbau rechnen.

Das Problem des Facharbeitermangels gewinnt heuer weiter an Bedeutung. 30,2 Prozent (1998: 27,7) der Betriebsräte melden einen Mangel an Fachkräften. Überdurchschnittlich hoch ist der Mangel in den Branchen Holz, Bauhaupt- und Nebengewerbe, Textil, Energie und Metall.

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