BMAGS: Chipkarten-System größtes Verwaltungsinnovationsprojekt-

Wien, 29. Juli 1999 (BMAGS).- Die rechtlichen Grundlagen zur Einführung der Chipkarte als Ersatz für den Krankenschein werden in der heutigen Sitzung des Bundesrates ebenfalls diskutiert. Mit dieser Chipkarte erhalten alle Sozialversicherten in Österreich die Möglichkeit zur unbürokratischen Inanspruchnahme der Vertragspartner. Für die versicherten Menschen ergibt sich daraus eine Reihe von Vorteilen, wie die Vereinfachung des Arztzuganges, kein Bargeld-Einsatz bei spontanem Arztbesuch und die verstärkte Wahrung der Intimsphäre durch umfassende Datenschutzregelungen.*****

Enorme Vorteile bringt die Chipkarte auch für Arbeitgeber und Unternehmen, da die Ausstellung von rund 40 Mio. Krankenscheinen jährlich künftig entfallen kann. Für die Wirtschaft ergibt sich dadurch eine errechnete Verwaltungseinsparung in Höhe von rund 440 Mio. Schilling im Jahr.

Eine volkswirtschaftliche Kosten-/Nutzenrechnung für die Einführung der Chipkarte zeigt weiters, dass sich die Einführungskosten bereits in zwei Jahren rechnen werden.

Die Sozialversicherungsträger werden im Vollausbau des Systems österreichweit ca. 50 bis 100 Verwaltungsdienstposten in der derzeitigen Krankenscheinbearbeitung einsparen und dadurch andere wichtige Serviceaufgaben ohne personellen Mehraufwand abdecken können.

Die Sozialversicherung ist bemüht, das Chipkarten-Projekt, das unter dem Namen "ELSY" läuft, so zu entwickeln, dass für die Ärzte keine Mehrbelastung durch die Umstellung entsteht. Daher ist vorgesehen, die notwendigen technischen Einrichtungen (Terminals) den Ärzten kostenlos zur Benützung zu überlassen.

Dieser Weg entspricht auch der Weiterentwicklung eines
modernen, zeitgemäßen, patientenfreundlichen Gesundheitswesens, in dem sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsabläufe weitgehend ohne papierschriftliche Unterlagen abgewickelt werden können.

Aus Gründen des Datenschutzes finden sich in gespeicherter Form auf der Karte nur Namen, Geburtsdatum, Geschlecht, Versicherungsnummer, die Bezeichnung des Chipkartenausstellers, das Ausstellungsdatum samt Chipkartennummer und Gültigkeitskennzeichnung.

Keinesfalls dürfen auf den Chipkarten Diagnose- und andere Gesundheitsdaten, Einkommens- und Vermögensdaten sowie Personenstandsdaten, die über Namen, Geburtsdatum und Geschlecht hinausgehen, gespeichert werden.

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