Wirtschaftsbund gegen Scheinliberalisierung bei Ladenöffnungszeiten

Völlige Freigabe ruiniert Kleinbetriebe

Wien (OTS) - Die von Wirtschaftsminister Farnleitner angekündigte 'völlige Freigabe der Ladenöffnungszeiten für Familienbetriebe" wird vom Wirtschaftsbund als 'Scheinliberalisierung' abgelehnt, die den betroffenen Familienunternehmen nichts bringt, aber den ohnedies bereits dominierenden Handelskonzernen Tür und Tor öffnet, sagte heute Wirtschaftsbund-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner. ****

Die von Minister Farnleitner zitierte Studie der Regio-Plan wurde bei nur rund 50 Großbetrieben durchgeführt und ist daher absolut nicht repräsentativ für die Interessen der heimischen Mittelbetriebe. 80 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe wollen nach wie vor eine Regelung der Öffnungszeiten, weil eine vollkommene Freigabe für Familienbetriebe umgehend dazu führen würde, daß vor allem die Großunternehmen, die den Personaleinsatz besser koordinieren können, am Sonntag offen halten würden. In einem Land in dem ohnedies bereits zwei Drittel des Handels durch Großkonzerne dominiert werden, wären diese die alleinigen Profiteure und würden einen weiteren Verdrängungswettbewerb auslösen.

Gerade weil die bisherigen Möglichkeiten noch gar nicht ausgeschöpft sind, wäre eine neuerliche Ladenöffnungsdiskussion das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt. Im übrigen ist es nicht stimmig, wenn eine Partei, die einerseits für Familie und arbeitsfreien Sonntag eintritt auf der anderen Seite eine Vorreiterrolle für die schrankenlose Liberalisierung einnehmen will, schloß Mitterlehner.

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