DRIEMER: Noch ein "Möchtegernsozialminister"?

Kein Verständnis für Zerstörung der Solidargemeinschaft

Wien (GBH/ÖGB). Für äußerst bedenklich, hält der ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, Johann Driemer,
den Vorschlag von Wirtschaftsminister Farnleitner, von den einheitlichen Beitragssätzen in der Arbeitslosenversicherung, abzugehen. "Wer damit beginnt die Solidargemeinschaft aufzulösen, läuft Gefahr schlussendlich in eine "jeder ist seines Glückes Schmied"-Philosophie zu verfallen.
Die Arbeitslosenversicherung ist aber gerade ein Instrument zum Ausgleich der unterschiedlichen sozialen Risken, arbeitslos zu werden. Die Gewerkschaft Bau-Holz hat - wie auch die Zahlen
belegen - durch den Abschluss des Jahresbeschäftigungsmodells
einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit geleistet. ++++

Bessere Koordinierung der öffentlichen Aufträge entlastet Arbeitslosenversicherung

"Wesentliche Verantwortung dafür, dass es noch immer eine Winterarbeitslosigkeit in der Baubranche gibt, haben auch die Auftraggeber", stellte Driemer fest."Gerade das Wirtschaftsministerium kann durch bessere Koordinierung der öffentlichen Aufträge einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit am Bau und damit zur Entlastung der Arbeitslosenversicherung leisten".

"Es ist nicht einsichtig, warum der Wirtschaftsminister sich nicht um die Probleme in seinen eigenen Ministerium kümmert, sondern
sich mit Vorschlägen zu Lasten der Arbeitnehmer und der Betriebe als neuer Sozialminister ins Gespräch bringen will", stellte Driemer abschließend fest. (Bac-)

ÖGB, 28. Juli 1999

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Stefan Mann
Tel. 01 40147 - 296

Gewerkschaft Bau-Holz

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB