DRIEMER: ÖAAB gegen Arbeitnehmer

Kollektivvertrag darf nicht zerstört werden

Wien (GBH/ÖGB). "Der Angriff auf das kollektivvertragliche Lohnrecht durch den ÖAAB und seinen Obmann, Verteidigungsminister Werner Fasslabend, zeugt von erschreckender sozialer Kälte", stellte der ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzende der Gewerk-schaft Bau-Holz, Johann Driemer, fest. "Es gibt im Bereich der Kollektivverträge keinen grundlegenden Änderungsbedarf", erteilte Driemer dem Wunsch des ÖAAB nach Modellen zur Aufweichung des Kollektivvertragsrechts eine klare Absage. ++++

Die vorhandenen Instrumente und Methoden der Lohnpolitik sollten sinnvoll weiterentwickelt werden, aber keineswegs soll das Kollektivvertragsrecht durch einen "Wer arbeitet um weniger Geld -Basar" ersetzt werden. Wer sich mit solchen Vorschlägen
profilieren will, zeigt nur, wie wenig er für die Arbeitnehmer übrig hat. Die soziale Kälte, mit der die ÖVP die Arbeitsbeziehungen offensichtlich "neugestalten will" treibt immer buntere Blüten.

"Die Gewerkschaft Bau-Holz wird sich jedenfalls durch solche Vorstösse von "Möchtegernsozialministern" von ihrem erfolgreichen Weg der Einkommenssicherung nicht abbringen lassen", betonte Driemer. "Wir werden auch weiterhin darum kämpfen, um auch in Zukunft die Einkommen der ArbeitnehmerInnen durch Kollektivvertrag abzusichern", schloss Driemer. (Bac-)

ÖGB, 28. Juli 1999 Nr. 377

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