Baugewerbe gegen höhere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

Tschepl: "Ohne verstärkte Winterbaumaßnahmen der öffentlichen Hand wird es kaum weniger Arbeitslose am Bau geben"

Wien (PWK) - Der Geschäftsführer der Bundesinnung der Baugewerbe, Günter Tschepl, wehrt sich gegen die Vorschläge von Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner, die Arbeitslosenversicherungbeiträge für Bauarbeiter zu erhöhen. "Durch die Einführung von Jahresarbeitzeitmodellen vor drei Jahren ist es gelungen den Hauptkündigunszeitpunkt von Mitte Dezember in die zweite Jännerhälfte zu verlegen. Die Kosten für die volle Entlohnung der Winterfeiertage in der Höhe von 600 Mio.S jährlich und zwar auch für nicht in Beschäftigung stehende Bauarbeiter, werden von der Branche selbst über eine eigene Umlage aufgebracht und kommen nicht aus der Arbeitslosenversicherung", stellt Tschepl fest. ****

Im übrigen zahlt das Baugewerbe im Gegensatz zum Tourismus in den Arbeitslosenversicherungstopf nahezu gleich viel ein, wie sie herausnimmt. Zudem verzerrt es die Statistik, daß der Bau im Sommer als Auffangbecken für schwer vermittelbare Fälle herhalten muß, die dann, im Falle des Scheiterns des Arbeitsverhältnisses, sei es auch nur nach wenigen Tagen, im Extremfall jahrelang als Bauarbeitslose weitergeführt werden und so die Sockelarbeitslosigkeit erhöhen.

Anstatt die Bauwirtschaft, als eine der insolvenzgefährdetsten Branchen, mit höheren Arbeitslosenversicherungsbeiträgen zu belasten, würde es mehr zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit beitragen, wenn das Wirtschaftsministerium und die nachgeordneten Dienststellen in ihren Ausschreibungen verstärkt Winterbaumaßnahmen vorsehen, sich um mehrjährige Baubudgets bemühen und Ausschreibungen zeitgerecht vornehmen würden. In den dazu laufenden Expertengesprächen im Wirtschaftsministerium wurde seitens des Bundeshochbaues und der Bundesimmobiliengesellschaft bisher aber keine besonders gesteigerte Bereitschaft, Bauvorhaben verstärkt in der Wintersaison abzuwickeln, signalisiert.

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