OMV: Gasgespräche abgebrochen

Zentralbetriebsratsvorsitzender Abraham ortet massive Problemlösungsdefizite beim OMV-Vorstand

Wien (GPA, Metaller, Chemiegewerkschaft/ÖGB). Die Gespräche über die Zukunft des Gasbereichs der OMV wurden heute ergebnislos abgebrochen. Für den Vorsitzenden des Zentralbetriebsrates,
Leopold Abraham, steht fest, dass der OMV-Vorstand kein Interesse
an Problemlösungen hat, sondern versucht, mit Hinhaltetaktik und Verzögerung zu agieren. ++++

Die heutige Gesprächsrunde zwischen dem Zentralbetriebsratsvorsitzenden, den verantwortlichen Vorständen Generaldirektor Dr. Schenz und Generaldirektor-Stv. Dr. Hatak und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Grünwald hatte zum Ziel, in der wichtigen Frage einer zukunftsorientierten Strategie für den hochprofitablen Gasbereich Fortschritte zu erzielen. Nach Aussage von Leopold Abraham zeigte der Vorstand keinerlei Interesse an konstruktiven und ergebnisorientierten Verhandlungen. Seiner
Meinung nach versuchen die Vorstände "auf Zeit zu spielen."

Offensichtlich fühlt sich der OMV-Vorstand an wesentliche Beschlüsse des Aufsichtsrates nicht gebunden. Aus diesem Grund überlegt Abraham, eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates zu beantragen, um so einen möglichen wirtschaftlichen Schaden für den Konzern und die Mitarbeiter abzuwenden.

Abraham selbst zeigt sich weiterhin gesprächsbereit, solange eine Lösung im Interesse des Unternehmens und der Beschäftigten angestrebt wird. Seitens der OMV-Vorstände scheint der Ausverkauf österreichischen Eigentums aber bereits beschlossene Sache zu
sein.

"Ich sehe meine Befürchtungen hinsichtlich der Vorstandsvorhaben leider bestätigt", sagte Abraham. Auf einer österreichweiten Betriebsversammlung, die für Montag, 9. August, im Congress Center am Wiener Messegelände, anberaumt wurde, will der Zentralbetriebsratsvorsitzende die OMV-Beschäftigten umfassend informieren. Für diese Veranstaltung erwartet Abraham eine
"massive Beteiligung" der ArbeitnehmerInnen. (Bac-)

ÖGB, 28. Juli 1999 Nr. 380

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