AKNÖ-Präsident Staudinger fordert moderne, zukunftsorientierte Familienpolitik

Mehr Kinderbetreuungseinrichtungen, höheres Karenzgeld, 2 Jahre Karenzgeldbezug!

Wien (OTS).- "Die Arbeiterkammer Niederösterreich fordert den zügigen, flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen", stellte heute AKNÖ-Präsident Josef Staudinger anläßlich der Präsentation der neuen AKNÖ-Broschüre "Ein Platz für Kinder. Kinderbetreuung in Niederösterreich." in der "Kindercity" , dem Kindergarten der AKNÖ in der Shopping City Süd, fest. Präsident Staudinger sprach sich klar gegen sämtliche Modelle eines Kinderbetreuungsschecks aus, weil er befürchtet, dass diese direkt in neue Sparpakete führen und gleichzeitig das Land aus seiner Verantwortung entlassen. Im Gegensatz dazu fordert Staudinger ein höheres, einkommensabhängiges Karenzgeld und die abermalige Ausdehnung des Karenzgeldbezugs auf 2 Jahre.

Die AKNÖ hat im Juni gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut SORA eine Studie durchgeführt, die das große Interesse der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher am Thema "Kinderbetreuung" dokumentiert. Demnach halten 42% der Befragten die Aufgabe, mehr Kinderbetreuungsplätze und längere, vor allem auch ganzjährige Öffnungszeiten der Kindergärten zu schaffen, für "sehr wichtig", 34% halten sie für "eher wichtig". 91% der Befragten sprechen sich für verbesserte Wiedereinstiegsmöglichkeiten nach der Karenz aus.

Gestützt auf dieses klare Votum wird die AKNÖ, so Präsident Staudinger, in den nächsten Monaten bei ihren familienpolitischen Forderungen noch mehr Druck machen und sich dabei an zwei Grundsätzen orientieren. Staudinger wörtlich: "Unseren Kindern muss erstens die bestmögliche Betreuung geboten werden, zweitens müssen Frauen die Möglichkeit haben, Familie und Beruf zu vereinbaren. Hier ist absolute Chancengleichheit angesagt."

Der AKNÖ gehe es insbesondere um eine zukunftsorientierte, moderne und vorwärtsgerichtete Interessenpolitik für Familien. Die Liste an Maßnahmen, die es in den nächsten Monaten diesbezüglich zu erledigen gilt, sei lang. Konkret fordert Präsident Staudinger:

- mehr Vollzeitarbeitsplätze für Wiedereinsteigerinnen;

- mehr und flexibler gestaltete Kinderbetreuungseinrichtungen, d.h. einerseits ein flächendeckendes Angebot (insbesondere für Kinder unter 3), andererseits Öffnungszeiten, die sich an den Bedürfnissen und Arbeitszeiten der Eltern orientieren;

- bedarfsgerechte Öffnungszeiten bei Landeskindergärten, stärkeres Engagement der Landesregierung bei der finanziellen und organisatorischen Unterstützung von selbständigen Kinderbetreuungseinrichtungen und eine besonders intensive Förderung von Kinderbetreuungsprojekten, die sich mit den Öffnungszeiten an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren;

- eine flexiblere Gestaltung der Karenzzeit. Die Devise dabei lautet:
Beruf und Familie müssen vereinbar sein!

- ein höheres, einkommensabhängiges Karenzgeld, das bis zum 2. Geburtstag des Kindes ausbezahlt wird; aber nur für jene, die es tatsächlich brauchen. Stichwort: "soziale Gerechtigkeit";

Familienfreundliche Kinderbetreuungsplätze sind realisierbar!

Nicht zufällig hat Präsident Staudinger die Präsentation der neuen Infobroschüre in der "Kindercity" der AKNÖ vorgenommen. Dieser Kindergarten in der SCS hat heuer, zehn Jahre nach seiner Gründung, die beste Auslastung. Die Öffnungszeiten richten sich sehr genau nach den Wünschen der berufstätigten Eltern. So ist die Samstagsöffnung analog zu den Öffnungszeiten der SCS ebenso selbstverständlich wie die Möglichkeit, die Kinder auch nur für einzelne Tage anzumelden. So kann auf freie Tage der Eltern optimal Rücksicht genommen werden.

Neue Infobroschüre

Die neue Broschüre "Ein Platz für Kinder. Kinderbetreuung in Niederösterreich." wurde in den letzten Monaten vom AKNÖ-Frauenreferat erstellt und enthält - zum ersten Mal in dieser Form - alle Kinderbetreuungseinrichtungen in NÖ in einem Dokument aufgelistet. Neben den Adressen und Telefonnummern sämtlicher Kinderbetreuungsstätten, Kindergärten und Horte in ganz Niederösterreich gibt die Broschüre wichtige Informationen über die Kosten, über Förderungsmöglichkeiten, zur Sondernotstandshilfe und zu Unterbringungsmöglichkeiten für behinderte Kinder. Sie kann unter der kostenlosen Service-Hotline 0802/3232/1212 gratis bestellt werden. nnnn

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