VP-Klucsarits: Falsch verstandene Gartenpflege schadet Umwelt

Wien (ÖVP-Klub) "Bei den Wiener Kleingärten werden oftmals viel zu intensive Pflegemaßnahmen angewandt, die Grundwasser, Tiere und Böden ökologisch belasten", warnte heute ÖVP-Umweltsprecher LAbg. Rudolf KLUCSARITS vor einem ungehemmten Einsatz von Düngerstoffen. Gerade bei der Gartenpflege im Sommer sei das ein akutes Problem.

Studien bestätigen, daß Haus- und Hobbygärten oft massiv mit Phosphor und Kali überdüngt sind. So registrierte man bei einschlägigen Untersuchungen in 85 Prozent der Fälle einen zu hohen Phosphorgehalt und in 30 Prozent der untersuchten Gärten eine zu hohe Konzentration von Kali im Boden. Besonders Überdosierungen bei Pestiziden machen Boden und Wasser zu schaffen, meint KLUCSARITS. Der Durchschnitt liegt in etwa bei der dreifachen Dosis, es kommt aber auch zu Überschreitungen in fünfzigfacher Höhe. Nicht zu unterschätzen seien auch die Umweltbelastungen durch Rasenmäher. Ein Viertaktrasenmäher kann sogar gleichviel Kohlenwasserstoff ausstoßen wie 26 Kat-Autos. "Hier sollte man vor allem beim Kauf auf entsprechende Abgaswerte achten. Da sind auch die Hersteller gefordert", stellte KLUCSARITS in diesem Zusammenhang fest.

Die Zahlen des Düngereinsatzes in den Wiener Kleingärten ergeben folgendes Bild: Die Hobbygärtner der Bundeshauptstadt beglücken ihren Grund und Boden mit jährlich 300.000 kg Dünger, was einem durchschnittlichen Einsatz pro Garten von über neun Kilogramm entspricht. Beim Kompost geht man mit 1.800.000 kg noch verschwenderischer um. Die Pro-Garten-Quote ergibt somit einen Eintrag von 54,5 kg pro Jahr. Die Zahlen für Torf lauten 500.000 kg und 15 kg pro Garten und Jahr. Hinzu kommt noch die Verwendung von 7.000 kg Pestizid-Reinwirkstoff, der sich besonders schlecht auf die Trinkwasserqualität auswirkt. KLUCSARITS appellierte eindringlich an die Gartenbesitzer auf den Pesitizideinsatz weitgehend zu verzichten und sich über die Möglichkeiten der natürlichen Schädlingsbekämpfung zu informieren. "Es ist weiters dringend notwendig, auf übertriebenen Düngereinsatz zu verzichten und vor allem die Dosierungsempfehlungen einzuhalten", schloß KLUCSARITS.***

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