ARBÖ: Verkehrsunfall im Ausland - Was Sie beachten sollten

Wien (ARBÖ) - Wenn es im Urlaub plötzlich kracht und Sie in
einen Verkehrsunfall verwickelt sind, ist oft guter Rat teuer. Die Experten des ARBÖ informieren darüber, was Sie im Fall des Falles unbedingt beachten sollten.

Bei Unfällen im Ausland sollte in jedem Fall - auch bei Sachschäden - die Polizei eingeschaltet werden, denn die behördliche Unfallbestätigung ist für den Grenzübertritt notwendig. "Andernfalls könnten Sie aufgrund des beschädigten Fahrzeuges in den Verdacht der Fahrerflucht kommen", warnt ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert. Nach einem Unfall mit Personenschaden ist es außerdem empfehlenswert, mit einer österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Konsulat) Kontakt aufzunehmen.

Allerdings sollten Sie bei einer Auslandreise auch nicht zu unbesorgt verreisen. Die ARBÖ-Experten raten auf alle Fälle eine Reise-Kaskoversicherung abzuschließen, da in einigen Ländern die gesetzlichen Deckungssummen denkbar gering sind und der eigene Schaden wahrscheinlich nur in den wenigsten Fällen gedeckt ist.
Der ARBÖ bietet in Zusammenarbeit mit der Wiener Städtischen Versicherung eine derartige Versicherung an - Zahlscheine sind in jedem ARBÖ-Prüfzentrum erhältlich.

Weiters ist es auch empfehlenswert, die "Grüne Karte" mitzunehmen. Sie ist eine internationale Bestätigung, daß das Fahrzeug haftpflichtversichert ist und wird von allen
ausländischen Behörden anerkannt. Vor allem in Italien kann die Grüne Versicherungskarte immer wieder langwierige Verhandlungen
mit der Exekutive ersparen, obwohl es in der EU keine rechtliche Verpflichtung für das Mitführen der Grünen Karte gibt. Nur mehr für folgende Länder ist die Karte zwingend vorgeschrieben:
Albanien, Andorra, Bulgarien, Bosnien Herzegowina, Estland,
Israel, Iran, Lettland, Malta, Marokko, Mazedonien, Polen, Rumänien, Tunesien, Türkei, Ukraine und Zypern. Der ARBÖ empfiehlt, die Karte prinzipiell auf jeder Auslandsreise mitzunehmen.

Ausgestellt wird die Grüne Karte von den Haftpflichtversicherungsanstalten. Sofern diese Versicherungsbestätigung nicht automatisch zugeschickt wird, genügt ein Telefonanruf bei dem jeweiligen Versicherer und die Karte wird, in den meisten Fällen kostenlos, zugesandt.

Beim Austausch der Daten nach einem Unfall empfiehlt der ARBÖ den "Europäischen Unfallbericht" zu verwenden. Nicht zuletzt deshalb, weil es dadurch einfacher wird, die exakten Daten des Unfallgegners festzustellen. Übersetzungen des Europäischen Unfallberichts in zwölf Sprachen sind beim ARBÖ erhältlich. Den Namen der Versicherung des Unfallgegners sollte man so genau wie möglich notieren, um keine unnötigen Verzögerungen bei der Schadensabwicklung zu riskieren.

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