Prammer: Maklerverordnung wird definitiv nicht aufgehoben

Stattdessen wird über Verbesserungen für Wohnungssuchende

Wien (OTS) - verhandelt=

Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer erteilt
dem Vorschlag von Wirtschaftsminister Farnleitner zur Aufhebung der in der Maklerverordnung festgesetzten Provisionshöchstsätze nunmehr definitiv eine Absage. "So nicht, Herr Minister Farnleitner! Viele Wohnungssuchende würden dadurch benachteiligt", betont Prammer. Der Verordnungsentwurf, dem Prammer zustimmen müßte, ist mittlerweile eingelangt und wird von der Ministerin abgelehnt. "Stattdessen sollte die Verordnung verbessert werden", betont Prammer. Ihr Vorschlag: In Zukunft sollte die Maklergebühr ausschließlich vom Vermieter bzw. Verkäufer eingehoben werden. Auf Initiative der Konsumentenschutzministerin wird darüber Ende August 1999 verhandelt.****

Derzeit wird die Maklergebühr in Höhe von bis zu drei Brutto-Monatsmieten in der Praxis ausschließlich vom Mieter oder Käufer einer Wohnung eingehoben. 25.000 Schilling Vermittlergebühr sind dabei keine Seltenheit und machen das Wohnen teuer. Dieser unbefriedigende Zustand, der vor allem Menschen mit dringendem Wohnungsbedarf trifft, die oft auch sozial schlechter gestellt sind, muß ein Ende haben. Diese Menschen haben nicht die Möglichkeit, einen kostengünstigen Makler auszusuchen und damit Kosten zu sparen, betont Prammer.

Der Vorschlag der Konsumentenschutzministerin auf Bezahlung der Maklergebühr durch den Vermieter oder Verkäufer hätte zwei entscheidende Vorteile: Erstens würden den MieterInnen oder KäuferInnen von Wohnungen keine Maklerprovisionen mehr entstehen. "Wohnungssuchende könnten sich dadurch Tausende Schillinge ersparen, das Wohnen würde leistbarer", betont Prammer. Zweitens würde der freie Wettbewerb gefördert, weil Vermieter bzw. Verkäufer die Möglichkeit hätten, sich einen günstigen Makler auszusuchen und damit Kosten zu sparen.

"Eine Aufhebung auch nur von Teilbereichen der Verordnung ist nicht sinnvoll und wird von mir auch nicht mitgetragen. Viele in langen Verhandlungen entstandene Regelungen würden dadurch zunichte gemacht, was einen massiven Rückschritt bedeuten würde", so Prammer. Verbesserungen sind allerdings notwendig. So ist der Prammer-Vorschlag ein wesentlicher Schritt zur Verringerung der Wohnungskosten und zur Ankurbelung des Marktes.

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