AK wird Preisentwicklung bei Benzin weiter beobachten

AK Treibstoffpreis-Analyse: Teurer Westen – billigerer Osten

Wien (OTS) – Die Nettopreise bei Benzin nähern sich nach und nach dem EU-Schnitt an - die Verschärfung des Preisgesetzes
greift, sagt die AK. Die jüngsten Verteuerungen, die auf die steigenden Spotmarkt- und Rohölpreise zurückzuführen sind, verunsichern aber die Konsumenten, wenngleich die Netto-Preisunterschiede zur EU von 75 Groschen bei Eurosuper und 61 Groschen bei Diesel im Frühjahr auf derzeit 36 Groschen und 16 Groschen gesunken sind. Eine bundesweite AK Treibstoffpreis-
Analyse zeigt: Es gibt nach wie vor ein Ost-West-Gefälle. Kaum Wettbewerb und teure Preise gibt es in Vorarlberg, Tirol und Kärnten. Im Osten hingegen ist das Preisniveau niedriger. Wenn Rohöl- und Produktenpreise sinken, muß Benzin auch für die Konsumenten billiger werden, fordert die AK. Die AK wird die Preisentwicklung laufend weiter beobachten. Die Konsumenten sollen weiterhin preisbewußt tanken, das lohnt sich und bringt den Markt in Schwung. ****

Die AK hat Ende Juni die Preise bei rund 1.700 Tankstellen in ganz Österreich erhoben. Seit März ist es bundesweit zu erheblichen Preiserhöhungen gekommen.
So macht bei Eurosuper der Unterschied zwischen dem günstigsten
und teuersten Preis 2,65 Schilling aus, bei Diesel 2,40 Schilling. Aus der AK Analyse geht hervor, daß nur einige wenige Tankstellen ganz billig sind, die meisten befinden sich im mittleren bis
oberen Preisniveau.

Hohe Preiskonzentrationen
Es verlangen wieder mehr Tankstellen für einen Liter Benzin den selben Preis. Es ist nach wie vor ein Ost-West-Gefälle festzustellen. Vor allem in den westlichen Bundesländern sind hohe Preiskonzentrationen zu beobachten: So verlangten drei Viertel der Vorarlberger Tankstellen für einen Liter Eurosuper 11,35
Schilling, in Tirol sind es 40 Prozent der Tankstellen. Bei Diesel verrechneten zwei Drittel der Tankstellen in Vorarlberg 8,94 Schilling für einen Liter, in Tirol waren es 40 Prozent der Tankstellen.

Mehr Wettbewerb gibt es im Burgenland, Niederösterreich und Wien – zwischen 9 und 15 Prozent der Tankstellen (abhängig von der Treibstoffsorte) verrechneten den gleichen Preis.

Wien ist etwas anders
In Wien kurbelt der Wettbewerb den Markt an. Nach wie vor können die Konsumenten in der Bundeshauptstadt am günstigsten tanken -
der Preisanstieg seit März war geringer als in den übrigen Bundesländern. Bloß das Burgenland fällt noch positiv auf - die Preise sanken, und somit liegt Burgenland jetzt an zweiter Stelle der preisgünstigtsten Bundesländer.

Die Diskonter sind in Wien durchwegs billiger, zeigt eine Gegenüberstellung von Diskontern und Markentankstellen. Die Preisunterschiede zwischen Markentankstellen und Diskontern haben sich seit März aber verringert. Im Schnitt ist Eurosuper um 19 Groschen und Diesel um 24 Groschen pro Liter günstiger. In Wien wurden insgesamt 160 Tankstellen überprüft.

Preisbeobachtung läuft weiter
Ein Vergleich (1. März bis 19. Juli) der österreichischen Treibstoffpreise mit dem EU-Durschnittspreis zeigt: Bei Eurosuper sind die Nettopreise (vor Abgaben und Steuern) in Österreich um 17 Prozent teuerer geworden, im EU-Schnitt um 39 Prozent. Bei Diesel haben die österreichischen Nettopreise um 15 Prozent angezogen, im EU-Durchschnitt um 40 Prozent. Der Grund dafür waren die
steigenden Spot- und Rohölpreise.

Der 40 Groschen Netto-Preisabstand zwischen Österreich und dem EU-Durchschnitt wird sowohl bei Eurosuper als auch bei Diesel eingehalten, zeigen die wöchentlichen Meldungen der Preismonitoring-Gruppe. Die Verschärfung des Preisgesetzes hat gewirkt, sagt die AK.

Sinken die Preise am Spotmarkt, müssen die Mineralölgesellschaften genauso schnell die Preissenkungen an die Konsumenten weitergeben wie die Verteuerungen, verlangt die AK. Die AK wird nach wie vor
die Preisentwicklung wachsam beobachten und darauf achten, daß die Mineralölwirtschaft die freiwillige 40 Groschen-Vereinbarung einhält.

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