"Consumer Confidence Barometer" Ergebnisse Juni 1999

Wien (OTS) - Die Juni-Ergebnisse des "Consumer Confidence
Barometer" zeigten eine Stabilisierung des Konsumentenvertrauens auf insgesamt leicht optimistischem Niveau. Der Indikator des Verbrauchervertrauens betrug im Juni 1999 +3 nach +4 und -1 im Mai und April 1999 (Juni 1998: -5). Damit sind die österreichischen Konsumenten optimistischer als der EU-11 Durchschnitt gestimmt. Zwischen dem Indikator des Verbrauchervertrauens und dem Indikator des Vertrauens der Industrieunternehmer in die Konjunktur besteht weiterhin eine hohe "Erwartungslücke": Mit -16 im Juni 1999 nach - 20 im Mai 1999 hat sich zwar das Vertrauen der Industrieunternehmer in die Konjunktur verbessert, gegenüber dem Indikator des Verbrauchervertrauens besteht aber weiterhin eine Differenz von mehr als 10 Punkten. Als Gründe für das weiterhin positive Konsumentenvertrauen sind zu nennen:

1.die deutlich optimistischere Beurteilung der finanziellen Situation der Haushalte sowohl in der zukünftigen als auch in der vergangenen Periode. Was die finanzielle Lage der österreichischen Haushalte in der Periode Juni 1999 bis Juni 2000 betrifft, so erwarten im Juni 1999 19% (Juni 1998: 15%) eine Verbesserung des Einkommens. 15% erwarten (Juni 1998: 18%) hingegen eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation. Für 63% (wie im Juni 1998) wird sich eine gleichbleibende Entwicklung ergeben;

2.die ebenfalls teils erheblich verbesserte Einschätzung der allgemeinen inländischen Wirtschaftslage in der Vergangenheit und in der Zukunft. Der Saldo der Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftslage in den kommenden 12 Monaten ist mit +3 (Juni 1998:
-1) leicht optimistisch;

3.die zunehmende Konsumbereitschaft (gemessen an der Frage des günstigen Zeitpunkts für größere Anschaffungen). Hier liegt der Saldo mit +24 deutlich über jenem des Juni 1998 mit +17. Bezüglich der Konsumwünsche in den nächsten 12 Monaten ergab sich ebenfalls eine leichte Verbesserung des Testsaldos von -20 im Juni 1998 auf -17 im Juni 1999.

Weitere markante Veränderungen betrafen die Einschätzung des Arbeitsmarktes und den Sparwunsch. Bezüglich des Arbeitsmarkts sind die Erwartungen der 1.500 Befragten - im Gegensatz zur tatsächlichen und prognostizierten positiven Entwicklung - zwar pessimistisch, aber mit -29 im Juni 1999 (Juni 1998: -51) erreichte der Testsaldo seinen bisher besten Wert. Auch in den Prozentanteilen kommt die deutlich verbesserte Einschätzung der Konsumenten zum Ausdruck: So erwarteten 49% des Umfragesamples mehr Arbeitslose in den nächsten 12 Monaten. Im Juni 1998 waren es noch 64%. Mit weniger Arbeitslosen rechnen 20% (Juni 1998: 13%). Beim Sparen ergab sich insofern eine bemerkenswerte Entwicklung, als der Anteil der Personen, die es auf alle Fälle für ratsam halten, in Anbetracht der Wirtschaftslage zu sparen, von 50% im Juni 1998 auf 40% im Juni 1999 zurückging. Dieses Ergebnis sowie die verbesserten Salden bezüglich des Konsums unterstützen die Prognosen einer robusten Inlandsnachfrage.

Die OeNB wird in Zukunft die jeweils aktuellen Daten des Indikators des Verbrauchervertrauens regelmäßig auf der OeNB Homepage im Internet (http://www.oenb.at) veröffentlichen.

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