ÖBB verstärken Kontrollen und verkürzen Serviceintervalle bei Klimaanlagen

Wien (öbb): Während der letzten extrem heißen Tage häuften sich technische Pannen bei Klimaanlagen, insbesondere in Zügen von und nach Italien. In 80 Prozent der Fälle sind die unterschiedlichen Bahnstromsysteme in Europa für diese Störungen verantwortlich. Ein Problem von dem alle Bahnen in Europa betroffen sind. Die ÖBB reagieren sofort und verstärken die Kontrollen der Klimaanlagen und verkürzen die Serviceintervalle der Geräte. Eine eigene Klimatruppe nimmt dabei die Geräte genau unter die Lupe. Die Luftfilter werden ebenfalls in kürzeren Intervallen gereinigt bzw. getauscht. Aber auch die Reisenden selbst können beitragen, die Funktionstüchtigkeit der Klimaanlagen zu erhöhen. Die Beachtung wichtiger Hinweise hilft, die heißen Tage mit einem kühlen Kopf zu überstehen.****

UNTERSCHIEDLICHE BAHNSTROMSYSTEME AM BEISPIEL ITALIEN
Die Elektronik eines Zuges muß beim Überschreiten der österreichisch-italienischen Grenze von 15.000 Volt Wechselspannung (Österreich) auf 3. 000 Volt Gleichspannung (Italien). Für die Antriebs-, Steuerungs- und Systemtechnik kein Problem, für die eingebauten Klimaanlagen teilweise schon. Stromschwankungen können zu einem Ausfall der Gerätesicherung führen. Die Temperatur im Abteil steigt, die Türen sowie Gangfenster werden von den Reisenden -fälschlicherweise - geöffnet. Nach Behebung der Funktionsstörung ist die Klimaanlage kaum mehr in der Lage, die warme Luft wieder zu kühlen. Die Geräte laufen auf Höchstleistung, Luft wird von außen im maximalem Ausmaß angesaugt. Die Folge: Überlastung der Klimaanlage, starke Abnutzung der Luftfilter und erneuter Ausfall bis zu mehreren Stunden.

WICHTIGE HINWEISE FÜR REISENDE
Lassen Sie die Türen der Abteile geschlossen. Nur dann erzielt die Klimaanlage ihre volle Wirkung. Bei geöffneten Türen schalten sich die Klimaanlagen wegen Überlastung aus.
Prüfen Sie die Stellung des Temperaturreglers im Abteil. Dieser muß zum blauen Feld (Kühlung) zeigen.
Im Falle einer vorübergehenden Störung der Klimaanlage: Lassen Sie die Abteile sowie Gangfenster geschlossen.

DER ZUGBEGLEITER KANN NICHTS DAFÜR
Der Zugbegleiter ist da, um die Fahrt für die Reisenden so angenehm wie möglich zu gestalten. Die meisten Funktionsstörungen der Klimaanlagen können durch ihn vor Ort behoben werden. Im Falle eines Gesamtausfalles der Klimaanlage ist der Zugbegleiter machtlos. Er wird alternative Sitzplätze in Waggons mit intakter Kühlung suchen sowie den Servicedienst der ÖBB verständigen, der im Ankunftsbahnhof die sofortige Reparatur veranlaßt. Keinesfalls können Störungen der Klimaanlagen durch eine Unachtsamkeit der Zugbegleiter verursacht werden. Sie sind auch nicht für die Störung verantwortlich.

AUSWEG: LIBERALISIERUNG
Im Rahmen der Liberalisierung der Schienennetze werden einheitliche Stromsysteme für Europa gefordert. Das Stromnetz der ÖBB ist mit dem bedeutenden Bahnstromsysteme der Nachbarländer Schweiz und Deutschland kompatibel. Die ÖBB erfüllen so eine wesentliche Voraussetzung für ihren Heimmarkt Europa.

(ende)

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