LR Bauer: Hebung der Wassergüte niederösterreichischer Fließgewässer

Weinviertel ist Förderschwerpunkt – NÖ Investierte 8,8 Milliarden Schilling in den Ausbau der kommunalen Abwasserentsorgung

St. Pölten, (SPI) - "Die Wassergüte der niederösterreichischen Fließgewässer konnte in den letzten 3 Jahren in maßgeblichen Flußabschnitten weiter verbessert werden. Mit großer Mehrheit weisen die Flüsse eine Wassergüte der hervorragenden Werte der Güteklassen I und II auf, viele Zuflüsse konnten auf die Klasse II bis III gehoben werden. Maßgeblich für diese Verbesserung der Wasserqualität war vor allem der konsequente Ausbau der kommunalen Abwasserentsorgung in den vergangenen Jahren. So wurden von 1996
bis 1998 rund 8,8 Milliarden Schilling in den Ausbau und die Verbesserung der kommunalen Abwasserentsorgung investiert, rund 84.000 Landesbürgern wurden in den letzten drei Jahren neu an
einen öffentlichen Kanal angeschlossen”, informiert Niederösterreichs Naturschutzlandesrat Dr. Hannes Bauer nach Vorliegen der neu erstellten NÖ-Gewässergütekarte 1999 (Beobachtungszeitraum 1996 bis 1999).****

Leider hinkt das Weinviertel dieser Entwicklung hinterher. Viele Flußabschnitte – beispielsweise beim Göllersbach, der Schmida, der Pulkau, der Zaya, der March oder des Weidenbaches - weisen trotz verstärkter Investitionen in Abwasserbeseitigungsanlagen noch
immer Güterklassen von III bis IV auf, was einer erheblichen Schadstoffbelastung entspricht. Dies ist auch darauf zurückzuführen, daß im Weinviertel – im Vergleich zu den anderen Landesvierteln - die Flüsse und Bäche weitaus geringere Wassermengen führen und zusätzlich auch die Niederschlagsmengen niedriger sind. Damit wirken sich in die Flüsse eingeleitete oder eingeschwemmte Schadstoffe in Relation zur Wassermenge überproportional stark aus. "Seitens des Landes werden wir uns nun verstärkt bemühen, die Ursachen für diesen Gewässerstandard noch zügiger beheben. So hat auch der NÖ Landschaftsfonds die Weinviertler Gewässer zu einem Schwerpunktgebiet erklärt. Das Weinviertel kann damit mit verstärkten Förderungen und Investitionen rechnen, was sich mittelfristig in einer
Verbesserung der Wassergüte niederschlagen sollte. Das
Weinviertel, daß in so vielen Bereichen der Umweltpolitik und des Naturschutzes - beispielsweise im Bereich der Nationalparks oder
der Feuchtgebiete nach dem Ramsar-Abkommen - eine wirkliche Vorbildrolle einnimmt, muß sich nun verstärkt um seine Fließgewässer annehmen”, so Niederösterreichs Naturschutzlandesrat.

Einige Details aus der neuen Gewässergütekarte:

Güteklassen:

I sehr gering belastet
I – II gering belastet
II mäßig belastet
II – III kritisch belastet
III stark verschmutzt
III – IV sehr stark verschmutzt

Lainsitz/Kampf: Fließstrecke II, im Oberlauf teilweise Güteklasse I – II.

Schmida/Göllersbach: Durch Ausbau kommunaler Abwasseranlagen Güteklasse II – III.

Zaya/Taschelbach: Realisierung des Abwasserverbandes Taschelbach
und Ausbau der Verbandsanlagen "Oberes Zayatal” Güteklasse II – III.

Weidenbach: Durch Verbandskläranlage Bad Pirawarth deutliche Verbesserung auf Güteklasse II – III.

Triesting/Piesting: Ausbau der Kanalisationsanlagen Großteils auf Güteklasse II verbessert.

Traisen/Gölsen: Güteklasse II; Unterlauf der Traisen durch Ausbau einer Abwasserentsorgung eines St. Pöltner Betriebes entscheidend verbessert.

Ybbs: Durch Ausbau und Optimierung der Abwasseranlagen der Papier-und Zellstoffindustrie auch im Großteil des Unterlaufes der Ybbs Güteklasse II.
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