Gewerbeverein: Richteralltag und Beamtenleitbild

Wien (OTS) - Symptomatisch ist ein Rechtsstreit vor dem Arbeits-
und Sozialgericht Wien, der 1993!!! begann. Es geht immerhin darum, inwieweit die Kündigung eines Mitarbeiters - eines hochkarätigen Biotechnologen - gerechtfertigt ist.

Derzeit - 1999, also im siebenten Jahr des Verfahrens - ist ein Ende desselben noch nicht einmal in erster Instanz! abzusehen. Was dies für Unternehmen und den betroffenen Mitarbeiter bedeutet, braucht wohl nicht gesondert erläutert zu werden. Daß solche Fälle einer internen Revision nicht auffallen, ist merkwürdig! Im krassen Gegensatz dazu steht das neulich veröffentlichte 'Leitbild der Bediensteten des Bundes' (das sind auch Richter und deren Vorgesetzte):

* Als Bedienstete der Republik Österreich verstehen wir unsere Arbeit als Dienstleistung für die Gemeinschaft."

* "Unser Ziel ist es, vorhersehbar, zuverlässig und nachvollziehbar zu handeln.'

* "Wir sind bestrebt, den Menschen bei der Erledigung ihrer Angelegenheiten zu helfen, um Transparenz, Vertrauen und Verständnis zu fördern.

* "Die Aufgaben werden von uns zügig erledigt". Danke, verehrte Justiz - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Aussendung - jetzt wissen wir was 'zügig' im Amtsdeutsch bedeutet. Und wir wissen, was einigen Bediensteten des Bundes der Mensch bedeutet. So rächen sich Leitbilder: Werden sie nicht gelebt, dann gibt sich der Verfasser der Lächerlichkeit preis.

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