"Materie, Geist und Bewußtsein" 55. Europäisches Forum Alpbach vom 21. August bis 4. September 1999

Alpbach/Wien (OTS) - Dieses Treffen internationaler Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft im Geiste der Offenheit und Toleranz wird heuer vom 21. August bis 4. September in einem völlig neuen Kongreßhaus abgehalten. Neue Aspekte finden sich auch in der Programmgestaltung. Zusätzlich zum Politischen Gespräch, dem Wirtschaftsgespräch und Bankenseminar, den Gesundheits-und Technologiegesprächen wird eine neue Plattform zum Gedankenaustausch auf internationalem Niveau auf dem Mediensektor geboten. Eine solche Plattform fehlte bisher in Österreich. Nun werden gemeinsam mit dem ORF und dem Verband Österreichischer Zeitungen die international hochkarätig besetzten Alpbacher Mediengespräche von Donnerstag, 2. September, bis Samstag 4. September abgehalten. "Democracy and Media-Power- Demokratie und Medienmacht" ist das Thema.

Den Auftakt zum " Politischen Gespräch" (30. August bis 1. September 1999) setzen Vizekanzler Außenminister Schüssel und der nordirische Friedensnobelpreisträger John Hume mit einer Diskussion über Europa 2000, regionales, nationales, europäisches Bewußtsein. Verteidigungsminister Fasslabend und der bisherige Vorsitzende des NATO- Militärausschußes General Naumann, Botschafter Joachim Bitterlich, Ständiger Vertreter Deutschlands bei der NATO, Brüssel, und Salomé Zourabachvili, Stellvertretende Leiterin der Direktion für strategische Angelegenheiten, Quaii d'Orsay, Paris, erörtern die Perspektiven für den Kontinent: "Auf dem Weg zur europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik". Die Fragen nationaler Minderheiten in Europa stehen dann im Mittelpunkt einer Debatte, an der der zuständige OSZE -Hochkommissar van der Stoel teilnimmt.

Die Alpbacher Gesundheitsgespräche befassen sich am 29. und 30. August mit der Frage: "Selbst- oder Fremdbestimmung im Gesundheitswesen". Zur Problematik "Selbstbestimmtes Sterben" diskutiert die niederländische Gesundheitsministerin Borst die Grundzüge der Sterbehilferegelung ihres Landes. Eröffnet werden die Gesundheitsgespräche von Sozialministerin Hostasch.

Das "Alpbacher Bankenseminar" vom 30. August bis 1. September setzt sich mit den weltweiten Veränderungen in der Finanz- und Kreditwirtschaft auseinander. Das Wirtschaftsgespräch befaßt sich mit den Ursachen und Auswirkungen internationaler Finanzkrisen:
"Internationale Finanzmärkte - Casino oder Schwungrad der Wirtschaft": Diese Frage debattieren u.a. Klaus Liebscher, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank und Staatssekretär Ruttenstorfer, der stellvertretende Präsident der ungarischen Nationalbank, György Szapáry, H. Onno Ruding, der Vizepräsident der City Bank, N.Y., sowie Joseph Cheng, Wissenschaftler aus Hongkong.

Die Alpbacher Technologiegespräche, veranstaltet unter der Ägide des Österreichischen College von der Industriellenvereinigung, dem Forschungszentrum Seibersdorf und dem ORF werden vom 26. bis 28. August unter dem Motto "Wissen als Produktionsfaktor" stattfinden. Bei einer neuen Initiative "Junior Alpbach" sollen ausgewählte Jugendliche einen Tag lang mit international anerkannten Wissenschaftlern, unter ihnen Nobelpreisträger Jean-Marie Lehn, ein wissenschaftliches Projekt erarbeiten.

Dies soll den Ursprung der Alpbacher Veranstaltungen, der in den wissenschaftlichen Seminaren und Plenarveranstaltungen lag, nicht vergessen machen. Schwerpunkt dafür ist die erste Kongreßwoche, in der das Generalthema in Seminaren über: Theorien des Bewußtseins, Rationalität - Emotionalität, Gehirn - Bewußtsein - Zeit, Gender Difference, Körperkunst - Kunstkörper, Homo oeconomicus - homo rationalis behandelt wird. Plenarveranstaltungen runden die Seminararbeit ab. So am Sonntag, 29. August, die gemeinsam mit der Enciclopedia Italiana zum Thema "Körperlichkeit des Menschen und ihre Aspekte" vorgesehene Vormittagsveranstaltung, verbunden mit einer Präsentation des neu erschienenen Kompendiums des "Universo del Corpo".

Dem kulturellen Anspruch wird im Klavierworkshop Barbara Mosers zum Thema Beethoven, in Konzerten, Dichterlesungen und Ausstellungen Rechnung getragen.

Wie in den Jahren zuvor so findet auch heuer wieder die "Alpbacher Sommerschule" für Europäische Integration" statt. In diesem Lehrgang, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen (Abteilung für Europarecht) der Universität Innsbruck erarbeitet, werden neben dem Kursleiter Professor Hummer und den Professoren Friedl Weis vom Europa-Institut in Amsterdam und Professor Schweitzer von der Universität Passau auch Referenten des Europäischen Forum Alpbach, Politiker und Wirtschaftsfachleute mitwirken und sich an Diskussionen beteiligen. Auch in diesem Jahr wird die Sommerschule wieder durch den Alpbacher Spezialkurs für Europäische Integration und den Alpbacher Perfektionskurs für Europarecht ergänzt, die speziell für Praktiker gedacht sind, die sich in ihrem Berufsleben mit Fragen der Europäischen Integration auseinandersetzen.

Das vollständige Programm finden Sie im Internet unter:
http://www.forum-alpbach. at

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