Auch Salzburgs SP-Bürgermeister gegen Mortier-Verlängerung Kritik an Wittmann und Schausberger - Findungskommission vor der Formierung

Wien (OTS) - Nach dem Salzburger Landeshauptmann Schausberger übt nun auch SP-Bürgermeister Heinz Schaden Kritik an den Plänen von Staatssekretär Wittmann, den Vertrag des amtierenden Intendanten Gerard Mortier über das Jahr 2001 zu verlängern. Die Ära Mortier, die entscheidende Reformen und die Lösung des Festivals aus der Erstarrung brachte, dürfte damit definitiv abgeschlossen sein.

Schaden - Mitglied des fünfköpfigen Festspielkuratoriums, das alle Entscheidungen einstimmig trifft - in der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins News: "Mortier hat gesagt, daß er gehen will. Daß er jetzt Bedingungen für seinen Verbleib stellt, halte ich nicht für sinnvoll."

Laut Schaden denkt Kulturstaatssekretär Wittmann an eine befristete Verlängerung um zwei Jahre. Der Bürgermeister in News:
"Davon halte ich nichts. 2006 kommt das Mozart-Jahr, und das muß geplant werden. Und zwar vom neuen Leiter. Zudem wären Mortiers Forderungen nur mit einer Änderung des Festspielgesetzes erfüllbar. Und dazu bin ich in keiner Weise bereit."

Schaden weiter in News: "Was sich in den vergangenen Tagen zwischen Schausberger und Wittmann abgespielt hat, beschädigt beide und die Salzburger Festspiele dazu. Das ist keine politische Kultur."

Laut News soll die Findungskommission für den neuen künstlerischen Leiter spätestens auf einer Kuratoriums-Sondersitzung am 2. August formiert werden. Jeder Subventionsgeber entsendet einen Vertreter:
Wittmann dürfte die Funktion entweder Staatsoperndirektor Holender oder Kunst-Sektionschef Mailath-Pokorny anbieten; Schausberger wünscht sich den Alt-Präsidenten Heinrich Wiesmüller, der allerdings noch zögert; seitens der Stadt wird der ehemalige Salzburger Sparkassendirektor Gerhard Schmidt entsandt.

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