"Topinfo: Wirtschaftslage und Prognose - Stand Juli 1999"

Neuerscheinung aus 'Zahlen, Daten, Fakten'

PWK - Die heimische Konjunktur ist 1999 weit weniger von der dynamischen Entwicklung des Außenhandels geprägt als in den Jahren davor. Das Wachstum der Warenexporte dürfte sich heuer gegenüber 1998 fast halbieren. Die negativen Konsequenzen der deutlich abnehmenden Zuwachsraten bei den Ausfuhren auf das Wirtschaftswachstum werden jedoch von der positive Entwicklung des privaten Konsums (1999: real + 2 Prozent) stark gemildert, sodaß für das Gesamtjahr 1999 mit einer Wachtumsrate des realen BIP von 2,2 Prozent gerechnet werden kann. ****

Die Entwicklung im Jahresverlauf zeigt, daß der Tiefpunkt der Konjunktur nunmehr überschritten sein dürfte. Die Industrieunternehmen schätzen die Wachstumschancen wieder zunehmend optimistischer ein. Im kommenden Jahr ist eine weitgehende Stabilisierung der außenwirtschaftlichen Bedingungen zu erwarten, wodurch die Voraussetzungen für eine neuerliche Beschleunigung der Exportzuwächse geschaffen werden. Dadurch könnten die Warenexporte nach einem prognostizierten nominellen Plus von 4,5 Prozent (1999) im kommenden Jahr wieder um 8 Prozent steigen. Im Zuge der allmählich einsetzenden Belebung der Auslandsnachfrage verbessern sich auch die Chancen des produzierenden Sektors merklich. Die Zunahme der realen Wertschöpfung 1999 (+ 2 Prozent) sollte sich im kommenden Jahr auf 3,8 Prozent erhöhen. Auch die Investitionstätigkeit scheint von der temporären Schwäche der Exporte wenig in Mitleidenschaft gezogen zu werden. In beiden Prognosejahren nehmen die realen Anlageinvestitionen kräftig zu (1999: + 3,8 Prozent und 2000: + 3,6 Prozent), wobei die Ausrüstungsinvestitionen wesentlich stärker wachsen als die Bauinvestitionen.

Die steigende Inlandsnachfrage, eine kaum nachlassende Investitionsneigung und die Wiederbelebung der Ausfuhren lassen für das Jahr 2000 eine Wachstumsperspektive für die Gesamtwirtschaft (reales BIP) von 2,6 Prozent zu. Österreichs Wachstumsaussichten entsprechen damit annährend jenen der Gesamt-EU und des Euro-Raumes (reales Wachstum jeweils 2,5 Prozent).

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