Bartenstein überreicht ÖKO-Audit-Urkunde an Steyr-Daimler-Puch

Bereits 178 österreichische Betriebe nehmen an ÖKO-Audit Programm der EU teil

Wien (OTS) - Umweltminister Dr. Martin Bartenstein überreichte heute, Montag, in Graz-Thondorf die Urkunde über die Teilnahme am EU-Umweltmanagementprogramm (EMAS) an Steyr-Daimler-Puch Vorstandsvorsitzenden Dr. Alfred Koch.

Umweltschutz hat für die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik (SFT) höchsten Stellenwert. Im Rahmen seines umfassenden Umweltmanagementsystems verpflichtet sich das Unternehmen zur Festsetzung von Umweltzielen und zur Überprüfung der Umsetzung. Neue Produktionsprozesse und Produkte werden im Voraus auf Umweltverträglichkeit und Übereinstimmung mit den Umweltzielen überprüft. Mitarbeiter, Lieferanten und Dienstleister müssen sich den Umweltvorschriften des Unternehmens unterwerfen.

Betriebe, die am Gemeinschaftssystem EMAS teilnehmen, verpflichten sich zu einer ständigen Verbesserung ihrer Umweltleistungen. Unternehmen, die in das EU weite Standortregister eingetragen sind, dürfen sich zu den Vorreitern im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes zählen.

Besonders stolz zeigte sich Umweltminister Dr. Martin Bartenstein darüber, dass Österreich absolut gesehen hinter Deutschland Platz zwei bei den zertifizierten Betriebsstandorten einnimmt. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt Österreich europaweit sogar an der Spitze.

Die SFT hat eine 100-jährige Tradition im Automobilbau. Das Unternehmen tritt als Entwicklungs- und Produktionspartner namhafter Automobilhersteller auf und ist auf allradgetriebene und geländegängige PKW und leichte Nutzfahrzeuge spezialisiert. Darüber hinaus engagiert sich das Grazer Unternehmen auch in der Weltraumtechnik.

Im Zuge der Umweltschutzbemühungen investierte die Steyr-Fahrzeugtechnik über eine Milliarde Schilling in eine neue Lackieranlage. Durch die Umstellung auf Wasserlack bei der Füller-Lackierung konnten der jährliche Lackverbrauch um 210.000 Kilogramm und die Lösungsmittelemissionen um 132.000 Kilogramm reduziert werden.

Durch die Erweiterung der beiden Betriebswasser-Behandlungsanlagen können cyanid- und kupferhaltige Abwässer vermieden werden. Trotz steigender Produktion wurden die Schadstoffrachten deutlich reduziert.

Im Bereich der Abfallwirtschaft wurde bei der SFT ein auf Stoffkreislauf basierendes Entsorgungskonzept erarbeitet. Unter der Prämisse, die anfallenden Abfälle sortenrein zu halten und sie der Recyclingindustrie wieder als Rohstoff zur Verfügung zu stellen, wurde eines der modernsten Entsorgungssysteme Europas entwickelt, das die lückenlose Erfassung und Trennung von 170 verschiedenen Abfallarten gewährleistet. Seit Einführung des Systems konnte das Restmüllaufkommen bei einer Verdreifachung der Produktion um rund 70% reduziert werden. Das entspricht einer Einsparung von 1,8 Millionen Schilling.

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