Muzik: Leistungsfähige Südbahn - wann handelt LH Erwin Pröll endlich nach den Interessen Niederösterreichs?

Leistungsfähige Südbahn nicht über ausländisches Bahngebiet umleiten

St. Pölten, (SPI) - "Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Südbahn zu einer leistungsfähigen Nord-Süd-Eisenbahnverbindung wirft sich einmal mehr die Frage auf, wann Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll endlich bereit ist, Niederösterreichs Interessen zu vertreten. Für den Wirtschaftsstandort und die Arbeitsplätze brauchen wir eine Route über Niederösterreich und nicht über das benachbarte Ungarn, wie dies Erwin Pröll vertritt", kommentiert der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, Aussagen von Pröll in den Medien, wonach er eine Trasse über Ungarn für sinnvoll erachte. Zudem würde eine völlig neue Trasse nicht nur ein Vielfaches des Semmeringbahntunnels verschlingen, die Bahnstrecke stünde, wenn überhaupt, frühestens nach dem Jahr 2030 zur Verfügung. Zur spät also, um dem Anwachsen der in den nächsten Jahren zu erwartenden Transitlawine wirkungsvoll entgegentreten zu können. "Für den Semmeringtunnel gibt es allerdings auch klare Bedingungen -Wirtschaftlichkeit, Natur- und Umweltverträglichkeit, Finanzierung, Sicherheit, Erhalt der Ghegastrecke. Diese müssen erfüllt werden", so Muzik.****

Um seinen festgefahrenen Anti-Semmering-Kurs zu verteidigen, ist Pröll offensichtlich jedes Mittel recht. Eine Trasse über ausländisches Staatsgebiet würde dazu führen, daß sich Unternehmen aufgrund des verkehrstechnischen Standortvorteils entlang dieser Route ansiedeln, der Süden Niederösterreichs als Wirtschaftsstandort würde schweren Schaden nehmen. "Die Zukunft eines gesamten Wirtschaftsraumes auf dem Rücken einer kleinkarierten Sichtweise, wie sie Pröll beim Semmering seit Jahren praktiziert, zu opfern, stellt jedenfalls die Kompetenz des NÖ-Landesverkehrsreferenten einmal mehr in Frage. Weiters ist festzustellen, daß die Kosten einer Südostspange heute noch nicht seriös abzuschätzen sind, da niemand weiß, wieviel allein die unzähligen Grundablösen entlang einer solchen Strecke verschlingen würden. "Pröll und die NÖVP gegen den Rest von Österreich" ist vielleicht ein guter Wahlkampfgag, aber sicher keine Perspektive, mit der das Land für die Herausforderungen des nächsten Jahrtausend gerüstet wird. Alternativen zu prüfen ist sinnvoll, nur muß auch gewährleistet daß, daß man bereit ist, die Ergebnisse auch objektiv anzuerkennen und danach zu handeln. Davon ist die NÖVP meilenweit entfernt", schloß Labg. Hans Muzik. (Schluß) fa

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