Tull: Schlögl integriert Martin Luther in ein NS-Wiederbetätigungsverfahren

Wien (OTS) - Der ehemalige Abgeordnete Tull hat als ausgewiesener Vertreter des Vereines "Dichterstein Offenhausen" vom Bundesminister für Inneres Mag. Karl Schlögl einen Bescheid vom 5. Juli 1999, Zahl 50.297/79-II/15/99 erhalten, in dem es auf der Seite 29 heißt:

29

7.2.1

Nach Kerschbaumer reicht die Spannweite der in der "Wallburg" Dichterstein (der vom Verein herausgegebenen "Kleinen Offenhausener Literaturgeschichte" zufolge das "größte Schrifttumsdenkmal im ganzen deutschen Lebensraum") in Frakturschrift eingemeißelten Dichter von Ava von Melk, Walter von der Vogelweide, Luther, Opitz, Klostock, Lessing, Hölderlin, Schiller, Goethe, Stifter und Grillparzer über geistige Wegbereiter des Germanenmythos, des Deutschnationalismus und Antisemitismus des 19. Jahrhunderts hin zu "völkischen" Dichtern des Dritten Reiches sowie zu den Dichtern des "bündischen Turnens" und der "Kultur- und Schutzbarkeit" wie Josef Hieß (Gutachten, S 2).

"Ich habe diesen Vorfall dem Herrn Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil, dem Herrn Bundeskanzler Mag. Viktor Klima und dem Herrn Bischof der Evangelischen Kirche Mag. Herwig Sturm mitgeteilt", schloß Tull.

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