AK Tumpel: Karenzgeld bald erhöhen

Novelle des Karenzrechts ist gut, aber noch nicht ausreichend

Wien (OTS) – "Dringend notwendige Verbesserungen für berufstätige Eltern" bringt laut AK Präsident Herbert Tumpel die heutige Umsetzung der EU-Richtline zur Elternkarenz. Mit der
Novelle werden wichtige Forderungen der AK erfüllt. Vor allem die besseren Möglichkeiten zur zeitlichen Einteilung der Karenz werden dazu führen, daß Beruf und Familie leichter vereinbar sind, so Tumpel. Die Karenzrechtsnovelle ist eine bedeutende Weiterentwicklung. Folgende Anliegen hat die AK für die nächste Legislaturperiode: Erhöhung des Karenzgeldes und dessen Ausbezahlung bis zum 2. Geburtstag des Kindes, Rechtsanspruch auf Teilzeitkarenz, Ausweitung des Kündigungsschutzes nach der Karenz auf 26 Wochen, Recht auf Änderung der Arbeitszeit nach der Karenz sowie Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, Diskriminierungsverbot
bei Schwangerschaft bzw bei Inanspruchnahme der Karenz. Dafür wird sich die AK einsetzen, denn, so Tumpel: "Eltern kleiner Kinder wollen Beruf und Familie vereinbaren können. Darauf müssen Wirtschaft und Gesetzgeber Rücksicht nehmen****

Von der AK gefordert und erreicht:

+ Väter bekommen einen eigenständigen Anspruch auf Karenz,

+ die Karenz kann zweimal zwischen den Elternteilen gewechselt werden,

+ Der Beginn der Teilzeitbeschäftigung kann jetzt flexibel gewählt werden.

+ Je Elternteil können drei Monate der Karenz bis zum
Schuleintritt des Kindes "aufgehoben" werden.

+ Die erste Meldepflicht für Väter wird auf 8 Wochen nach der Geburt verlängert.

+ Wenn die Karenz zwischen den Eltern geteilt wird, können Karenz und Karenzgeld einen Monat lang gemeinsam in Anspruch genommen werden. Das erleichtert das "Wechseln" der Karenz zwischen den Eltern.

+ Die Meldefrist für Väter wird von vier auf acht Wochen nach der Geburt ausgedehnt.

+ Arbeitgeber werden verpflichtet, die karenzierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über wichtige Ereignisse im Betrieb zu informieren.

Diese Regelungen treten für Geburten ab dem 1.1.2000 in Kraft.

"Mit diesen Neuerungen werden sich Beruf und Familie besser vereinbaren lassen", begrüßt AK Präsident Herbert Tumpel die Novelle. Die AK fordert jedoch weitere Erleichterungen für berufstätige Eltern. So sollte das Karenzgeld endlich erhöht und wieder bis zum 2. Geburtstag des Kindes ausbezahlt werden. Die Eltern kleiner Kinder müssen einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit mit einer Rückkehroption zur Normalarbeitszeit bekommen. Der Kündigungsschutz nach der Karenz sollte auf 26
Wochen ausgedehnt werden. Außerdem müßte jegliche Diskriminierung im Zusammenhang mit Schwangerschaft oder Inanspruchnahme der
Karenz ausgeschlossen werden.

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