ÖGB: Letzte Chance für "Aktion Fairness" von Wirschaftskammer verhindert

Aktionismus im Parlament

Wien (ÖGB). Die Verwirklichung der "Aktion Fairness" in dieser Legislaturperiode wurde auch heute - in der letzten Sitzung des Parlaments vor der Sommerpause - von Seiten der Wirtschaftskammer verhindert. VertreterInnen des ÖGB und seiner Gewerkschaften machten im Parlament die Abgeordneten auf die Diskriminierung von mehr als 1,2 Millionen ArbeiterInnen aufmerksam: "Aktion Fairness"-Sticker für Nationalratsabgeordnete und "Aktion Fairness"-Vertreter auf der Parlamentsgalerie unterstrichen neuerlich die Forderungen des ÖGB nach gleichen Rechten für ArbeiterInnen und Angestellte. ++++

Konsequent habe die Wirtschaftskammer gleiche Rechte für ArbeiterInnen verweigert, betonte heute der Leitende Sekretär des ÖGB - Karl Drochter.
Die Gleichstellung - von der immerhin 1,2 Millionen Menschen profitiert hätten - konnte daher nicht realisiert werden; Auf
diese Weise, so der ÖGB, werde die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Diskriminierung von ArbeiterInnen auch im nächsten Jahrtausend fortgesetzt.

Drochter: "Das Angebot des ÖGB zur Realisierung der ‚Aktion Fairness‘ hätte – so wie von der Wirtschaftskammer gefordert - zu einer nachhaltigen Lohnnebenkostensenkung für Betriebe und Unternehmen geführt ; trotzdem hat die Wirtschaftskammer die Gleichstellung blockiert und damit Unflexibilität bewiesen."

Statt der Realisierung der gleichen Rechte für ArbeiterInnen bei der Entgeltfortzahlung im Krankenstand, den Kündigungsfristen, der Entgeltfortzahlung bei Dienstverhinderung, forderte die Wirtschaftskammer die Abschaffung eines Feiertages, die Verschlechterung des Urlaubsrechtes oder die Anrechnung einer ärztlich verordneten Kur auf den Urlaub für alle ArbeitnehmerInnen.

Drochter abschließend: "Das Verhindern der ‚Aktion Fairness‘ widerspricht auch dem Gerechtigkeitssinn der ÖsterreicherInnen. Es geht um Fairness am Arbeitsplatz, eine Forderung die ihre Berechtigung hat und bei der der ÖGB und seine Gewerkschaften auch nicht lockerlassen werden." (bfm)

ÖGB, 16. Juli 1999 Nr. 367

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