Jugendwohlfahrtsplanung bekommt neue Zielrichtung

Optimaler Einsatz der Ressourcen ist geboten

St.Pölten (NLK) - Die öffentliche und auch die private Jugendwohlfahrt braucht eine neue Zielrichtung. Das ist, kurz gefaßt, das Anliegen der Jugendwohlfahrt des Landes Niederösterreich. Derzeit liegen nur die Daten der erbrachten Leistungen in der Jugendwohlfahrt, die zudem in der Bundesstatistik zum Teil nicht immer exakt sind, sowie einzelne Erhebungen eigener Planung vor. Diese Jugendwohlfahrtsplanung soll nun in mehreren Schritten durchgeführt werden:

Die sozio-ökonomische Situation von Familien und bestehende Zusammenhänge mit sozialen Problemen und Belastungen sollen erhoben werden, also etwa die Scheidungsrate, die Arbeitslosigkeit, aber auch die Delikte der Jugendlichen oder die Zahl der Wegweisungen nach dem Antigewaltgesetz. Die Daten sollen wissenschaftlich verarbeitet und interpretiert und Experten, besonders die "Netzwerkpartner" der öffentlichen und privaten Wohlfahrt, miteinbezogen werden. Schließlich soll ein umfassendes System von Datenerfassung und Datenverarbeitung entwickelt werden, das auch in Zukunft laufend eingesetzt wird.

Weiters wird eine Dokumentation der derzeit vorhandenen, regional unterschiedlichen, ambulanten und stationären Angebote der öffentlichen und der freien Jugendwohlfahrt erstellt.

Die erhobenen Daten müssen, wissenschaftlich begleitet, interpretiert werden, um die bestehenden Angebote bedarfs- und bedürfnisgerecht ausrichten zu können. Auch die bisherige Zieldefinition und Zielrichtungen der Jugendwohlfahrt sollen überprüft und neu definiert werden.

Der aktualisierten Zieldefinition soll ein Soll-Zustand der Angebote entsprechen, und zwar in Qualität und Quantität. So sind beispielsweise die inhaltlichen Entscheidungen zwischen mehr Zutrauen zur Eigenverantwortung von Familien in Krisenfällen oder mehr Zugang und Eingriff im Auftrag der Öffentlichkeit zu treffen.

Schließlich sind - als abschließender Schritt - Entscheidungen über Ressourcen zu fällen, die von budgetären Überlegungen bis zu konkreten Aufträgen für die öffentlichen und privaten Träger von Jugendwohlfahrtseinrichtungen reichen. Hier stellt sich etwa die Frage, ob im Bereich der Finanzierungen von pauschalierten Sätzen oder von nach Einzelleistungen verrechneten Angeboten auszugehen ist.

Zusätzlich zur Erweiterung des Ist- und Soll-Zustandes sollen Instrumente einer zentralen Steuerung und regionaler öffentlicher Budgetverwaltung mit einer adäquaten EDV-Ausstattung, ein Qualitätsmanagament mit zugehöriger Dokumentation und die klar geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Jugendwohlfahrt, die etwa geregelte Aufträge und eine Abrechnung vorsieht, konkret geplant und dann tatsächlich umgesetzt werden.

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