Sechs-Punkte-Impulsprogramm in der Wiener Umweltpolitik

Umweltstadtrat Svihalek und ÖVP Umweltsprecher Klucsarits stellen weitere Weichen für die künftige Wiener Umweltpolitik

Wien, (OTS) Umweltstadtrat Fritz Svihalek und der Umweltsprecher der Wiener ÖVP, LAbg. KommR Rudolf Klucsarits haben am Freitag weitere gemeinsame Vorhaben in der Wiener Umweltpolitik bekannt gegeben. Einer der wichtigsten Pläne ist die Erstellung eines neuen Bäderkonzeptes. Beide Politiker sind sich einig, das nur durch eine Bäderreform der Versorgungsstandard einerseits und ein Kostenbewusstsein auf der anderen Seite gesichert werden können. Konkret soll durch Attraktivierung der Bäder ein Besucherplus erreicht werden. Dabei denkt man an Verbesserungen im Bade- sowie Dienstleistungsbereich, in der Gastronomie, in der Kinder- und Seniorenbetreuung und auf dem Veranstaltungssektor.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zuordnung der Bäder: Dabei soll zum Beispiel ein Schwerpunkt im Gesundheitsbereich liegen,
ein anderer in der Verbesserung der Infrastruktur wie zum Beispiel Spiel - und Sportgeräte für Kinder und Jugendliche usw.****

Förderungen für die Begrünung von Innenhöfen soll erhöht werden

Nur durch einen Zuwachs an Grünflächen, und da vor allem in Innenhöfen, kann die Lebensqualität in der Stadt über kurz und lang noch verbessert werden. Bisher hat es je Begrünung einen Förderzuschuss von 20 000 Schilling gegeben. Nunmehr soll angestrebt werden, dieses Förderungszuckerl um 10 000 Schilling auf 30 000 Schilling pro begrünter Innenhoffläche zu erhöhen. Gespräche mit Hausverwaltungen und Wohnungseigentümern sollen diesbezüglich noch mehr motivieren, Innenhöfe zu begrünen.

Rückbau von Haus- und Hofeinfahrt sowie weg mit zubetonierten Grundstücken

Ein wesentlicher Punkt besteht dabei auch in der so genannten Flächenentsiegelung. Nach wie vor existieren sehr viele private Grundstücke, die im wesentlichen versiegelt sind. Auch nicht zu begrüßen sind überdimensionale Haus - und Hofeinfahrten. Diese sollten über kurz oder lang rückgebaut werden, wobei diese Maßnahmen durch Aufklärung und Fördergelder unterstützt werden sollten. Im benachbarten Ausland wie zum Beispiel in Deutschland
hat man in einer landesweiten Aktion auf die Nachteile von versiegelten und unbegrünten Innenhöfen hingewiesen und damit erreicht, dass sehr viele private Grundstückseigentümer umgedacht haben und Begrünungen den Vorzug geben.

Studieninformationpool ist anzustreben

Eine umfassende Anzahl von richtungsweisenden Studien ist
u.a. die Grundlage für eine reale Umweltpolitik. So hat man mit einer wissenschaftlichen Studie die Erzeugungs- und Einsatzchancen von Biodiesel genauso erhoben wie zum Beispiel die Einstellung der Wiener Bevölkerung zur Mülltrennung - bzw. Mistvermeidung. Anzustreben wäre, so sind sich Svihalek und Klucsarits einig, eine Zusammenfassung aller Untersuchungen im Umweltbereich in einem so genannten "Studieninformationspool". Dieser sollte laufend aktualisiert werden, um damit auch u. a. die Studienvergabepraxis der Stadt Wien zu verbessern. "Dieser Pool muß schließlich ins Internet integriert werden", forderten beide Politiker.

Weniger Mist ist anzustreben - Aufruf beider Umweltpolitiker, bewusster mit Mist umzugehen

In der Abfallwirtschaft sind zusätzlich zu den bisherigen erfolgreichen, neue Wege zu beschreiten. Bisher wurden die WienerInnen sehr intensiv über das Misttrennen informiert und die dazugehörige Infrastruktur aufgebaut. Nun ist es notwendig, um das ständig steigende Müllaufkommen künftig in den Griff zu bekommen, den Mist möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Die WienerInnen bekommen daher - analog zum Misttrennen - alle Informationen über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten des Mistvermeidens. Für den Abfall, der trotzdem entsorgt werden muss, werden zukünftig alle abfallwirtschaftlichen Maßnahmen auf ihre Umweltauswirkungen, Effizienz und Wirtschaftlichkeit geprüft,
bevor man neue, noch nicht genehmigte konkrete Projekte zur Sammlung, Behandlung und Entsorgung entwickelt. Mit Hilfe einer "Strategischen Umweltprüfung" wird die bestmögliche Gesamtstrategie für die künftige Abfallwirtschaft erarbeitet. (Schluss) hl/ma

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