Gewerkschaft begrüßt Novellierung des Journalistengesetzes

Wien (ÖGB/KMfB). "Die jüngste Novelle zum Journalistengesetz bedeutet eine wichtige Weichenstellung für unsere Berufsgruppe", begrüßte die Vorsitzende der Journalistengewerkschaft, Astrid Zimmermann, die auf der Tagesordnung der heutigen Nationalratssitzung stehende Änderung des Journalistengesetzes. Damit wird es erstmals in Österreich möglich, für ständig freie Mitarbeiter bei Medienunternehmen rechtsverbindliche Tarifverträge abzuschliessen. Zimmermann: "Bisher gab es lediglich empfohlene Mindesthonorare, aber kaum ein Verlagshaus hat sich daran
gehalten. Künftig ist ein Verstoss gegen ausgehandelte Tarifverträge klagbar."++++

Für Tages- und Wochenzeitungen liegt bereits ein Tarifvertragsentwurf vor, der neben Mindesthonoraren auch Kündigungsfristen sowie Urheber- und Verwertungsrechte für ständig Freie regelt. Bei Pauschalabgeltungen sind 15%ige Zuschläge für etwaige freiwillige Pensionsvorsorge etc. vorgesehen.

"Bei der für Herbst angesetzten Kollektivvertrags-Runde für Privatradios wird die Journalistengewerkschaft darauf drängen,
auch für ständig freie Mitarbeiter in diesem Bereich rechtsverbindliche Regelungen zu erzielen", präzisiert Zimmermann die nächsten gewerkschaftlichen Ziele. (Bac-)

ÖGB, 16. Juli 1999 Nr. 366

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