Institut 'Sicher Leben' warnt: Tödliche Badeunfälle: Burschen, Senioren und Kinder besonders gefährdet

Wien (OTS) - Für rund 2,7 Millionen Österreicher, die sich zu den Schwimmern zählen, steht das schönste Bade-Wochenende des Jahres bevor: Temperaturen bis 32 Grad C. sind vom Neusiedler See bis zum Bodensee vorhergesagt. Aber auch an diesem Wochenende wird es wieder zu folgenschweren Badeunfällen kommen, denn in jeder Badesaison ertrinken rund 100 Menschen.

Zwei von drei Todesopfer sind dabei männlich (rd. 70), in den meisten Fällen Senioren und Burschen. Neben den männlichen Badegästen tragen noch Kleinkinder ein hohes Unfallrisiko: Bei Kindern unter 4 Jahren ist Ertrinken die häufigste Unfallart mit Todesfolge (rd. 10).

Die meisten Männer verunglücken beim Baden und Schwimmen, weil sie ihre Kondition überschätzen und Zeichen beginnender Erschöpfung oder Krämpfe ignorieren. Kreislaufschwächen oder Muskelverkrampfungen, die an Land nach kurzer Rast vorüber wären, können im Wasser zum Untergehen führen. Bei Senioren treten diese Beschwerden meist plötzlich und ohne Vorzeichen auf, so daß die Grenzen der eigenen Belastbarkeit leicht ungewollt überschritten werden.

Kleinkinder ertrinken häufig, wenn sie oft nur für einige Minuten unbeaufsichtigt sind. Die Eltern unterschätzen die Beweglichkeit der Kleinen oder vertrauen auf ungeeignete Schwimmhilfen, z.B. Luftmatratzen oder Schwimmtiere. Die meisten Kleinkinder ertrinken aber nicht beim Baden, sondern in Gartenbiotopen und Schwimmingpools.

Das Institut 'Sicher Leben' warnt vor Leichtsinn beim Schwimmen und erinnert an die wichtigsten Baderegeln.

Die wichtigsten Baderegeln:

Vor dem Schwimmen gut abkühlen. Auch ein junger, kräftiger Kreislauf kann durch raschen Temperaturwechsel überfordert werden.

Nach einer ausgiebigen Mahlzeit Pause halten. Noch besser ist es, mehrere kleine und fettarme Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen.

Schwimmen und Alkohol vertragen sich nicht.

Nie in uneinsehbare Gewässer springen. Bei Gewitter das Wasser verlassen.

Baderegeln speziell für Nicht-mehr-ganz-Junge:

Keine Überforderung! Ohne Training keine langen Schwimmstrecken. Bei Anzeichen von Krämpfen zum Ufer schwimmen.

Zur Vermeidung einseitiger Belastung und Verspannung, häufiges Wechseln von Schwimmlage und Schwimmstil.

Baderegeln speziell für Eltern von kleinen Kindern:

Die Kleinen am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen. Auch Kinder mit Schwimmhilfen immer beaufsichtigen.

Nur Oberarmschwimmflügerl sind sichere Schwimmhilfen für Kids. Schwimmreifen oder Plastiktiere sind nur Spielzeug.

Die Schwimmflügerln müssen am Oberarm nahe der Schultern aufgeblasen werden, um den Kopf des Kindes sicher über dem Wasserspiegel zu halten. Eltern befürchten oft, durch zu stark aufgeblasene Schwimmflügerln das Blut ihres Kindes abzusperren. Diese Gefahr besteht bei Schwimmhilfen nicht, die für das jeweilige Kindesalter vorgesehenen sind.

Gute Schwimmflügerln sind aus solidem Material, haben mindestens zwei getrennte Luftkammern für jeden Arm sowie versenkbare Sicherheitsventile mit Auslaßsperre und Sicherheitshinweis (GS-Zeichen).

Swimmingpools mit aufstellbaren Zäunen (Höhe mind. 1,40m) erleichtern die Aufsicht der Eltern über ihre Kleinen. Unbenutzte Pools mit Planen abdecken.

Biotope und Teiche durch stabile Gitter unter der Wasseroberfläche sichern. Maschenweite mindestens 40 mal 40 mm.

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