Römer: Eisenbahner-Personalvertretung am falschen Gleis unterwegs

Interessenvertretung für Eisenbahner findet nur statt wenn die Hilfesuchenden Gewerkschaftsmitglied sind

Wien, 1999-07-16 (fpd) - Eigenartige Auffassungen von Interessenvertretung herrschen in der Personalvertretung der Eisenbahner, berichtete der zweite Präsident des Wiener Landtages und Kammerrat in der Arbeiterkammer Johann Römer. "Kammer-Vizepräsident und oberste Personalvertreter der Eisenbahner der ‘Ost-Region’ Erwin Stöger, ist der Meinung, daß nur jenen Kollegen geholfen werden kann, die auch Gewerkschaftsmitglied sind." *****

Diese Ansicht, so Römer, ist in höchstem Maße befremdend und läßt auf gravierende Wissenslücken Stögers schließen. "Natürlich ist jeder Eisenbahner, mit der Betonung auf ‘jeder’, von der Personalvertretung zu vertreten. Egal ob er bei einer Gewerkschaft ist und egal bei welcher Gewerkschaft er ist", betonte Römer. Der Begriff ‘Personalvertretung’ bedeutet ja schon für sich selbst, daß Personal vertreten werden soll und nicht nur Gewerkschaftsmitglieder. Wäre dies so, müßte die Personalvertretung ja ‘Gewerkschaftsmitgliedervertretung’ heißen, klärte Römer Stöger auf.

Anlaß für diese Feststellung Römers, ist ein Brief, den Stöger an einen hilfesuchenden Kollegen gerichtet hat. In diesem Schreiben heißt es: "Aufgrund Deiner Austrittserklärung aus der Gewerkschaft ... sehe ich mich nicht dazu veranlaßt, Dir Hilfestellung ... zu leisten." "Jetzt haben es die Eisenbahner schwarz auf weiß, daß politische Erpressung für ihre rote Personalvertretung zum täglichen Geschäft gehört. Was so eine Personalvertretung wert ist, können die Bediensteten jetzt selbst beurteilen", so Römer.

"Es ist Stöger daher dringend anzuraten, nochmals den Grundkurs Stufe 1 für Personalvertreter zu besuchen, da er offenbar nicht verstanden hat worum es bei dieser Funktion geht", schloß Römer. (Schluß) mg nnn

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