Bilanzpressekonferenz 1999 / Der Haindl-Konzern im Geschäftsjahr 1998

Augsburg (ots) - Die positive Marktentwicklung im Bereich der holzhaltigen Rollenpapiere wirkte sich günstig auf die Beschäftigung aus. Die Werke der Haindl-Gruppe waren voll ausgelastet und arbeiteten an der Kapazitätsgrenze. Wegen Veränderungen im Konsolidierungskreis sind die Produktions- und Absatzzahlen des Jahres 1998, ebenso wie die Umsatzerlöse, mit dem Vorjahr nur bedingt vergleichbar. Korrigiert um die im Laufe des Jahres 1997 erfolgte Veräußerung der Port Tauwnsend Paper Corporation und der Ropa Entsorqungs GmbH & Co. KG ergibt sich für 1998 eine Erhöhung der Produktion um 0,7 %, während sich der Rückgang beim Absatz auf 1,4 % ermäßigt. Der Umsatz steigt um 11,1 % auf 3,2 Mrd. DM.

Regionaler Absatzschwerpunkt waren unverändert die Länder Westeuropas mit der Bundesrepublik Deutschland als wichtigstem Teilmarkt. Der Lieferanteil in die sonstigen Länder war 1998 leicht rückläufig. Der Sortenmix zeigt eine deutliche Absatzausweitung bei SC-Papieren zu Lasten von Zeitungsdruckpapier. Nahezu unverändert waren die Auslieferungen von maschinengestrichenen Papieren.

Außerhalb des Kernbereichs Papier konnte die Augsburg Airways GmbH, Augsburg, ihre Umsatzerlöse von 76 Mio DM auf 152 Mio DM steigern. Die Zahl der Passagiere erhöhte sich um 86 % auf 574.000. Im laufenden Geschäftsjahr ist eine weitere Ausweitung der Aktivitäten vorgesehen.

Zum Anstieg des Jahresüberschusses auf 148 Mio DM haben Verbesserungen bei den Verkaufserlösen und rückläufige Kosten für Energie und Zellstoff beigetragen. Die Eigenkapitalqoute erhöhte sich auf 27,4 %, der netto cash flow auf 551 Mio DM.

Am 29. September 1998 ist die Verschmelzung der Haindl Papier Schwedt GmbH mit der Haindl Papier GmbH rechtswirksam geworden. Die Haindl Papier GmbH ihrerseits wurde durch Umwandlungsbeschluß vom 5. November 1998 in die Haindl Papier GmbH & Co. KG umgewandelt.

Neue Papiermaschinen

Am 2. Juli 1998 fiel die Entscheidung für Augsburg als Standort einer neuen LWC-Papiermaschine, die Anfang Juni 2000 anlaufen soll. Die rund 800 Mio DM teure Anlage mit einer Jahreskapazität von 370.000 t stellt die bisher größte Einzelinvestition in der 150jährigen Firmengeschichte dar. Bei Inbetriebnahme der neuen Papiermaschine wird eine ältere Anlage mit einer Kapazität von 105.000 Jahrestonnen abgestellt. Mit dem Anlauf der neuen Anlage verfügt der Haindl-Konzern über eine Jahreskapazität von 800.000 t LWC-Papier, womit sich der Abstand zu den in Europa führenden Herstellern verkürzt.

Ende 1998 wurde die Teilerneuerung der PM 9 in Schongau und deren Ertüchtigung für die Herstellung von SCB-plus beschlossen. Alle wesentlichen Komponenten der Papiermaschine 9 werden ausgetauscht. Das derzeitige Sortenspektrum der Papiermaschine 9 wird nach dem für das erste Quartal 2000 geplanten Umbau von der Papiermaschine 6 übernommen.

Umwelt

Gleichzeitig mit dem Geschäftsbericht veröffentlichen wir heute den diesjährigen Umweltbericht und wollen damit unsere Sichtweise von nachhaltiger Entwicklung bei Haindl zum Ausdruck bringen.

Im Mittelptmkt des Umweltberichtes steht das Thema Energie. Als zentrales Ergebnis unserer Umweltarbeit können wir feststellen, daß der Produktionszuwachs des Unternehmens in den 90er Jahren (+54 %) deutlich vom Anstieg der damit verbundenen CO2-Emission aus fossilen Energieträgern (+22%) abgekoppelt werden konnte. Zu dieser Entwicklung beigetragen haben in erster Linie ein verstärkter Einsatz von Altpapier, das mit weniger Energieeinsatz verarbeitet werden kann als Holz, der Einsatz modernster Kraftwerkstechniken und ein konsequentes Energiemanagement, das die Kreativität aller Mitarbeiter zur ständigen Verbesserung unserer Energieeffizienz einfordert.

Personal- und Sozialbereich

Der Haindl-Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1998 4.191 Mitarbeiter. Dies ist ein Rückgang um 447 Personen gegenüber 1997, der auf die bereits genannten Änderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen ist. Für Löhne und Gehälter wurden 364 Mio DM aufgewendet. Weitere 117 Mio DM betrafen soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Der Schwerpunkt der Qualifizierungsmaßnahmen lag unverändert bei fachlicher Weiterbildung sowie in den Bereichen Qualitäts- und Sicherheitstraining.

Ausblick

Mit der Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklungen im ersten Halbjahr hat sich die Nachfrage nach holzhaltigen Rollenpapieren abgeschwächt. Absatz und Produktion maschinengestrichener Papiere waren rückläufig. Erste Preiserhöhungen auf der Rohstoffseite und der Anlauf zusätzlicher Kapazitäten deuten insgesamt auf ein schwierigeres Umfeld hin, so daß für das Jahr 1999 mit einem rückläufigen Ergebnis gerechnet werden muß.

G. Haindl'sche Papierfabriken KGaA Konzern

Mio DM % 1998 1997

Umsatzerlöse 3.155 3.043
Veränderung % 3,7 7,2
Absatz 1.000 t (1) 2.217 2.428
Veränderung % (8,7) 28,2

Produktion l.OOO t(1) 2.235 2.407
Veränderang % - 7,1 24,9

Mitarbeiter im
Jahresdurchschnitt (2) 4.191 4.638
Gesamtleistung 3.170 3.015
davon Personalaufwand % 15,2 15,5
Materialaufwand % 44,9 50,4

Jahresüberschuß 148 138

netto cash flow 551 477
in % vom Umsatz 17,5 15,7

Investitionen (Sachanlagen) 269 175
Abschreibungen 394 345

Eigenkapital 971 855
davon gezeichnetes Kapital 200 200
Bilanzsumme 3.547 3.233

(1)ausschließlich produzierende Gesellschaft 1998 ohne PT Holdings Corporation

(2)1998 ohne PT Holdings Corporation und Ropa

Nicht konsolidierte Umsatzerlöse und Produktionszahlen wesentlicher Beteiligungsgesellschaften

1998 1997

Haindl Papier GmbH & Co. KG

Umsatz Mio DM 1.857 1.636
Produktion (1) Tto 1.449 1.379

Steyrermühl AG

Umsatz Mio DM 470 431 Produktion Tto 434 438

Parenco B.V.

Umsatz Mio DM 362 369 Produktion Tto 352 403

(1) Nach Verschmelzung mit der Haindl Papier Schwedt GmbH

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