Vertragsunterzeichnung Nationalpark Thayatal Pröll: Wegbereiter für Zusammenarbeit in Umweltfragen

St. Pölten (OTS) - Auf der Thayabrücke in Hardegg wurde heute von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Umweltminister Dr. Bartenstein und seinem tschechischen Kollegen Dr. Milos Kuzvart ein Vertrag zur Kooperation zwischen dem österreichischen Nationalpark Thayatal und dem tschechischen Nationalpark Podyji unterzeichnet. Pröll betonte bei diesem offiziellen Staatsakt, angesichts des nahen Atomkraftwerkes Dukovany müsse festgehalten werden, daß die Atompolitik beide Staaten trenne, aber die Nationalparkpolitik beide wieder zusammen führe. Er hoffe, die heutige Vertragsunterzeichnung möge gleichzetig Wegbereiter für eine Zusammenarbeit in anderen Fragen wie der Atompolitik sein. Mit der Staatsvertragsunterzeichnung 1997 habe man ein Signal für regionalen Aufschwung in Tourismus und Wirtschaft gesetzt. Die heutige Festschreibung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit garantiert, daß diese Rückzugsregion für eine hektisch werdende Gesellschaft, dieses Stück wunderschöne Natur den nächsten Generationen erhalten bleibe. Der "Internationalpark" sei zudem ein Symbol, daß es niemals mehr so weit kommen dürfe wie in den letzten 40 Jahren. Im Geist des miteinander und der Verantwortung für die nächste Generation werde heute ein Schritt von der Vision zur Realisation gesetzt, um den wirtschaftlichen und touristischen Wert der Region zu optimieren.

Kuzvart meinte der Vertrag zur Pflege guter Nachbarschaft, gegenseitigen Informationsaustausches und gemeinsamer Entwicklung des Nationalparkes dokumentiere das der gemeinsame Weg des Naturschutzes der richtige sei. Der Vertrag führe auch zu einer Verbindung zweier Länder in den Herzen und Köpfen der Menschen.

Bartenstein erinnerte an die Aufnahme bilaterale Gespräche vor vier Jahren und an die positiven Erfahrungen aus den grenzüberschreitenden Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel mit Ungarn. Der Vertrag stimme die Wege- und Forschungskonzepte sowie die Öffentlichkeitsarbeit aufeinander ab, vertiefe die kulturellen Beziehungen und etabliere den Nationalpark als Zentrum zwischen Retz und Znaim. In der Frage der nuklearen Sicherheit werde Österreich auch in Zukunft seine nachvollziehbare Position vertreten, vorallem auch im Hinblick auf die anstehende EU-Erweiterung.

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