Prammer zu ÖVP: Von der Liebe und den Kindern

Wien (OTS) - Mit einiger Verwunderung reagierte Frauenministerin Mag. Barbara Prammer auf die heutigen Aussagen der ÖVP-Männer Schüssel und Bartenstein, in denen sie sich zu ihrer Liebe zu Kindern bekannten. "Es freut mich ja für die Kinder der Väter Bartenstein und Schüssel, wenn diese feststellen, daß Kinder Liebe brauchen. Aber wo war diese Liebe bei den Ministern Bartenstein und Schüssel etwa bei der Forderung nach zwei Jahren Karenzgeld für Kinder von Alleinerzieherinnen, oder bei dem Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, der Kindern mehr Zeit mit ihren Eltern ermöglichen würde? Das wären schon alleine zwei gute Möglichkeiten gewesen, Kinder- und Familienfreundlichkeit zu beweisen und hätten den Familien mehr gebracht als Baby-Plakate!" zeigte Prammer auf.

Weiters verwies Prammer auf die Defizite in der Kinderbetreuung, deren Ausbau in Österreich bei den Bundesländern liegt. "Wo ist die Kinderfreundlichkeit, wenn wir zu wenig Kindergärten haben, wo ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wenn noch immer viele dieser Betreuungseinrichtungen nur halbtags geöffnet haben?", fragte Prammer. Und weiter in Richtung Bartenstein und Schüssel: "Wenn Ihnen die Kinderbetreuung tatsächlich ein Anliegen ist, dann gehen Sie nicht nur in den Kindergarten, weils für die Presse so nett ist, sondern reden Sie mit ihren Parteifreunden, die in sieben von sechs Bundesländern den Landeshauptmann (-frau) stellen und fordern Sie sie auf, ihrer Verantwortung nachzukommen!" "oder", so Prammer weiter, "sie haben bald keinen Kindergarten für ihre billigen Wahlkampfauftritte mehr!"

In Bezug auf die vom Familienminister Bartenstein vorgenommenen Budgetstreichungen für 21 österreichische Frauenprojekte zeige sich für Prammer das "wahre Gesicht" der ÖVP. "Durch Ihre Geldstreichungen, Herr Bartenstein, kann in vielen Einrichtungen, in denen Frauen weitergebildet werden keine Kinderbetreuung mehr angeboten werden. Kinderbetreuung ist aber ein entscheidender Faktor, um nach der Karenz den Wiedereinstieg zu schaffen. Scheinbar ist DAS nicht im Interesse der ÖVP", schloß die Frauenministerin.

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