INTERREG heute und morgen

Sobotka: Ab 2000 Verfünffachung der EU-Mittel

St.Pölten (NLK) - Auf der Donau als einem verbindenden Element des mittel- und osteuropäischen Raumes präsentierte heute Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in Krems eine Bilanz der bisherigen INTERREG-Aktivitäten und einen Ausblick auf die nächste Periode. Für Niederösterreich mit seiner 414 Kilometer langen Grenze zu Tschechien und der Slowakei habe INTERREG einen hohen Stellenwert, insbesondere im Hinblick auf die Erweiterung der Europäischen Union. Durch die Förderungen im Rahmen von INTERREG sollen regionale Stärken ausgebaut, strukturelle Defizite ausgeglichen und völkerverbindende Akzente gesetzt werden, so Sobotka.

In der Periode 1995 bis 1999 wurden im INTERREG-Programm in Niederösterreich 174 Projekte mit Gesamtkosten von 253 Millionen Schilling und öffentlichen Mitteln von 190 Millionen Schilling durchgeführt. Der Beitrag aus den EU-Strukturfonds betrug 95 Millionen Schilling. In Kooperation mit Südböhmen und Südmähren standen die Themen Telematik, Energie sowie Event-Tourismus und Kulturaustausch im Vordergrund. An der slowakischen Grenze wurden hauptsächlich Projekte aus den Bereichen Natur-Tourismus und als wesentlichste Felder der Zukunft Infrastrukturplanung und Regionalentwicklung umgesetzt.

Dank der Priorität von INTERREG auf europäischer Ebene sind Österreich insgesamt 4,8 Milliarden Schilling als Fördersumme ab dem Jahr 2000 zugesichert. Auf INTERREG entfallen davon mindestens 50 Prozent, was für Niederösterreich beinahe eine Verfünffachung der EU-Mittel bedeutet und pro Jahr 70 bis 80 Millionen Schilling nach Niederösterreich leitet.

Ab dem Jahr 2000 wird Niederösterreich nicht nur mit Tschechien und der Slowakei, sondern auch mit Ungarn kooperieren. Eine wichtige Rolle bei der Abwicklung der neuen INTERREG-Programme werden die grenzüberschreitenden Organisationsstrukturen der EUREGIOS spielen. Neben der 1997 gegründeten Drei-Länder-EUREGIO Weinviertel-Südmähren-Westslowakei befindet sich eine weitere EUREGIO Waldviertel-Südtschechien im Aufbau. Im Raum östlich von Wien wird ein Städtenetzwerk die Kooperationsaufgaben wahrnehmen und in der Region NÖ-Süd ein Netzwerk mit ungarischen Partnern aufgebaut.

Die Rahmenbedingungen seien also günstig, resümierte Sobotka. Es liege nun an den Regionen, sich für die Erweiterung der Europäischen Union zu rüsten und die Entwicklung des Landes zu den Top-Regionen Europas mitzutragen.

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