Prammer: Maklergebühr vom Wohnungsvermieter einheben!

: Neuer Vorschlag zur Änderung der Maklerverordnung würde das Wohnen leistbarer machen.

Wien (OTS) - Die in der Vorwoche angekündigte Aufhebung der Maklerverordnung hat zu großer Diskussionen geführt. Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer, die eine Aufhebung der Verordnung kategorisch ablehnt, präsentiert heute einen neuen Vorschlag zur Verbesserung der Maklerverordnung. In Zukunft sollte die Maklergebühr vom Vermieter bzw. Verkäufer einer Wohnung bezahlt werden.

Derzeit wird die Maklergebühr in Höhe von 3 Monatsmieten vom Mieter oder Käufer einer Wohnung eingehoben. 20.000 Schilling für die Vermittlung einer Wohnung sind dabei keine Seltenheit und machen das Wohnen teuer. Prammer präsentiert nun einen Vorschlag zur Senkung der Wohnungskosten.

Die Initiative der Konsumentenschutzministerin, die Maklergebühr vom Vermieter bzw. Verkäufer bezahlen zu lassen, hat zwei entscheidende Vorteile: Erstens würden den MieterInnen bzw. KäuferInnen von Wohnungen keine Maklerprovisionen mehr entstehen. Als zweiter Vorteil würde mit dieser Maßnahme der freie Wettbewerb gefördert: Vermieter bzw. Verkäufer von Wohnungen hätten genügend Zeit, um sich einen günstigen Makler auszusuchen und damit Kosten zu sparen.

Derzeit sind vor allem jene Wohnungssuchenden, die dringenden Wohnungsbedarf haben und sozial schlechter gestellt sind, durch die Maklerprovisionen in Höhe von drei Mionatsmieten besonders benachteiligt. Diese Bevölkerungsschicht hat nicht die Zeit und die Möglichkeit, sich einen kostengünstigen Makler zu suchen. "Diese Menschen könnten sich mit dieser Neuregelung Tausende Schillinge sparen", betont Prammer.

Einer generellen Aufhebung der Maklerverordnung wird Prammer auf keinen Fall zustimmen. Die in langen Verhandlungen entstandene Verordnung würde viele sinnvolle Regelungen zunichte machen und einen massiven Rückschritt bedeuten. "Allerdings sind Verbesserungen im Sinne der KonsumentInnen notwendig. Der heute präsentierte Vorschlag wäre ein wesentlicher Schritt zur Verringerung der Wohnungskosten und zur Ankurbelung des Marktes", betont Prammer abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

BM für FrauenAngelegenheiten und
Verbraucherschutz, Robert Wier
Tel.: 01/71172/4621

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MFR/OTS