Deutsche Atlanta Gruppe sucht Konflikt mit GPA

Widerrechtliche Entlassung des Betriebsratsvorsitzenden ist Rechtsbruch und Anschlag auf die demokratischen Grundrechte der Beschäftigten

Wien (GPA/ÖGB). Seit einiger Zeit sieht sich der Angestelltenbetriebsrat der Fruchtunion GesmbH, einer Tochter der deutschen Atlanta Gruppe, ständigen und immer brutaleren Übergriffen seitens des neuen Generalbevollmächtigten des Unternehmens konfrontiert. Gipfelpunkt dieser Entwicklung ist die Entlassung des langjährigen Betriebratsvorsitzenden Gerhard S.
(52) ohne Zustimmung des Arbeitsgerichtes. Das ist ein klarer Rechtsbruch.++++

Nur weil der Betriebsrat für die Rechte der Angestellten eintritt, wird massiver Druck ausgeübt. Dem Betriebsratsvorsitzenden wurden Verantwortungsbereiche entzogen und für Betriebsbereiche Zutrittsverbot erteilt. Der Informationskasten des Betriebsrates wurde gewaltsam entfernt, was mittlerweile Gegenstand
polizeilicher Erhebungen ist.

Nachdem die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) massiv wegen der aufgetretenen Probleme intervenierte, wurde dem Betriebsratsvorsitzenden eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses vorgeschlagen, dies unter Angebot einer hohen Summe. Nachdem der Versuch des "Auskaufens" scheiterte, erfolgte
die Entlassung des Betriebsratsvorsitzenden mit Hausverbot.

Die GPA kämpft mit allen Mitteln um die Wiedereinstellung des Betriebsratsvorsitzenden. Im Rahmen einer Betriebsversammlung am
13. Juli 1999, an der zahlreiche Angestellte des Betriebes teilnahmen, kam es zu Solidaritätskundgebungen für den entlassenen Vorsitzenden. (ew)

ÖGB, 15. Juli 1999 Nr. 364

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