Gail- und Gitschtal: WWF fordert Natura 2000 für ungeschütztes Bärenparadies

Hermagor (OTS) - Das Bärenparadies um Gail- und Gitschtal
soll als Europaschutzgebiet Natura 2000 ausgewiesen werden,
fordert der WWF Österreich heute auf einer Pressefahrt in das Gitschtal. "Bären sind Wanderer". Nur in einem so intakten, zusammenhängenden Gebiet mit großen Wäldern können sie ungestört leben", erklärt WWF-Bärenanwalt Mag. Bernhard Gutleb die Vorliebe der Braunbären für die Karnische Region. Im
Gitschtal lebt eine weitere europaweit bedrohte Rarität: Der Dohlenkrebs hat hier sein einziges Vorkommen in Österreich. So
viel Naturreichtum bedeutet auch Verantwortung, so Mag.
Christoph Walder, Leiter der WWF-Kampagne "Netz des Lebens":
"Die Landesregierung muá endlich ihren Verpflichtungen
nachkommen und in Gitsch- und Gailtal Europaschutzgebiete ausweisen!"

Sowohl der Bär als auch der Dohlenkrebs sind europaweit gefährdete Arten - und neben ihnen viele weitere Bewohner der Karnischen Region. Für sie müssen nach den EU-Naturschutzrichtlinien eigene Europaschutzgebiete ausgewiesen werden, die dann als Teil des Schutzgebiets-Netzes "Natura
2000" für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt
garantieren. Die Kärntner Landesregierung ist dieser
Verpflichtung bisher zuwenig nachgekommen: Landesweit fehlen
noch 15 Gebiete auf der offiziellen Liste der Natura 2000-
Gebiete, darunter die Bärengebiete um die Gailschlucht im Lesachtal, das Untere Gailtal und das Gitschtal.

Im Hinblick auf Regionalförderungen und Natur-Tourismus
wäre ein Europaschutzgebiet für das Gitschtal von großem
Vorteil - die Landesregierung muß jetzt handeln!" fordert
Mag,. Christoph Walder.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

WWF Österreich, Corinna Milborn
Tel.: (01)488 17/280, 0676/4446605

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WWF/OTS