Wiener Lebensmittelberatung gibt Tips und Tricks zum Grillen

Kontrollaktion "Grillgut" des Wiener Marktamtes läuft an

Wien, (OTS) Pünktlich zu Beginn der warmen Jahreszeit sind in Wien tausende Griller aus den Kellern oder Garagen reaktiviert worden, um darauf alles was schmeckt zu grillen. Der Fantasie der Gartenköche sind dabei keine Grenzen gesetzt: Neben Fischen und allerlei gesundem Gemüse kommen in Wien vor allem Fleisch und Fleischwaren und - das kiloweise - auf den Rost.

Aktion "Grillgut" des Wiener Marktamtes

In einer Sonderaktion "Grillgut" widmen sich die LebensmittelpolizistInnen des Wiener Marktamtes im Einzelhandel in den nächsten Wochen ganz speziell den Grillwaren - neben Fleisch auch Würsten und vormarinierten Grillplatten. Gerade an heißen Tagen, die zum Grillen im eigenen Garten animieren, so die Prüfer des Marktamtes, muss die Kühlkette, von der Schlachtung über den Handel bis hin zum Endverbraucher bei so empfindlichen Verzehrprodukten wie Fleischwaren eingehalten werden.

Und: Beim Fleisch, so der Hinweis der ExpertInnen von der Lebensmittelberatung der Stadt Wien (MA 38), müssen einfache
Regeln beachtet werden:

Das Fleisch erst möglichst kurzfristig vor dem geplanten Grillfest einkaufen. Die Fleischstücke sollten gut abgelegen, marmoriert und nicht zu dick geschnitten sein. Grundsätzlich gilt, das Ablaufdatum zu beachten. Auch nach dem Einkauf muss im Auge behalten werden, dass die gekauften Waren, wenn möglich, in einer kälteisolierenden Tasche nach Hause transportiert und unverzüglich im Kühlschrank gelagert werden.

o Marinieren am Vortag, Salzen erst unmittelbar vor dem Grillen

Der typische Geschmack gegrillten Fleisches ist nicht ausschließlich durch raffinierte Gewürzmischungen, sondern durch Aromastoffe bedingt, die nur während des Grillvorganges entstehen. Für die Zubereitung vor dem Gartenfest gelten folgende Regeln:
Marinieren in Öl bereits am Vortag. Das Salzen, wenn überhaupt, erst unmittelbar vor dem Grillen, so der Tip der Lebensmittelberatung. Zum Grillen vor allem Holzkohle, niemals harzreiches Holz, lackierte Holzstücke, Altpapier oder Zapfen verwenden. Wenn die Grillkohle die entsprechende Temperatur hat
(die Glut sollte mit einer grauweißen Ascheschicht bedeckt sein), kann mit dem Auflegen der Köstlichkeiten begonnen werden.

Die "Grillverantwortlichen" müssen beachten, dass der Rost wirklich heiß ist. Denn nur am heißen Rost schließen sich die Poren des Fleisches. Das Fleisch bleibt saftig. Um den Austritt
von Fleischsaft zu vermeiden, darf man nicht mit einer Gabel in
das Fleischstück stechen, sondern verwendet eine Grillzange.

o Fett nicht in die Glut abtropfen lassen, keine Selchwaren auf

den Rost

Es sollte unbedingt vermieden werden, dass abtropfendes Fett direkt in die Glut gelangt. Dadurch können krebserregende Substanzen wie das Benzopyren entstehen. Diese lagern sich mit dem Rauch am Fleisch ab. Durch die Verwendung von Grilltassen, der Auflage von Alufolie auf den Grillrost lässt sich dieses Risiko stark mindern.

Abschließend noch ein Ratschlag: Es sollte vermieden werden, gepökeltes Fleisch, wie gepökelten Schopfbraten, Rippchen oder Würste (mit Ausnahme von Bratwürsten aus weißem Brät) zu grillen. Denn hier können ebenfalls krebserregende Nitrosamine entstehen. Und: Angekohltes Grillgut sollte nicht verzehrt werden.

Für weitere Anfragen steht das Team der Wiener Lebensmittelberatung der MA 38 in der Henneberggasse 3, 1030 Wien unter der Rufnummer 4000-8038 gerne zur Verfügung. (Schluß) wb/

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