Rupp: Einspeistarife für Windenergie dürfen Liberalisierungserlöse für die NÖ-Stromkunden nicht schmälern

Forcierung der Ökologie nicht unter vollkommener "Überbordwerfung" wirtschaftlicher Kriterien

St. Pölten, (SPI) - "Für uns Sozialdemokraten ist es selbstverständlich, daß alternative Energieformen, wie die Verstromung von Windenergie, unterstützt werden müssen und damit auch seitens der EVN - des Niederösterreichischen Energieversorgers -entsprechende Maßnahmen - wie über höhere Einspeistarife - gesetzt werden müssen. Diese Verantwortung gegenüber höheren ökologischen Erfordernissen kommt Niederösterreich mit vielen Maßnahmen -beispielsweise auch durch Initiativen im Rahmen des Klimabündnisses -nach. Eines muß jedoch auch klargestellt werden: Die Förderung von Windenergie, aber auch anderer alternativer Energieformen, beispielsweise Hackschnitzelkraftwerk, darf nicht dazu führen, daß wirtschaftliche und damit vor dem Konsumenten und dem Stromkunden zu rechtfertigende Kriterien völlig über Bord geworfen werden", stellt der Energiesprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Anton Rupp, heute fest. Rupp reagiert damit besonders auf die Kritik der Betreiber von Windkraftwerken über die ihrer Meinung nach zu niedrigen Einspeistarife.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wird in den nächsten Wochen die Höhe der Einspeistarife festlegen. In der Öffentlichkeit bereits kolportiert bzw. von den Betreibern von Windkraftanlagen kritisiert wird dabei ein Betrag von 90 Groschen pro Kilowattstunde ins Auge gefaßt. Dies ist rund das dreifache des normalen Marktpreises! "Für die NÖ Sozialdemokraten ist diese Höhe ausreichend und sie untermauert zweifellos auch die Unterstützungswürdigkeit, die das Land der Windenergie zuordnet. Ein höherer Betrag, andiskutiert wurden bis zu 1,30 Schilling pro Kilowattstunde, ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch gerechtfertigt", betont der SP-Energiesprecher.

Die Energieversorgungsunternehmen sind nämlich verpflichtet, die höheren Einspeistarife auf die Endkonsumenten umzulegen. Die Mehrkosten würden sich damit direkt auf den Preis für die Endkonsumenten, also auf die hunderttausenden Haushalte, niederschlagen, die höhere Abnahmepreise zu bezahlen hätten. Weiters würde ein höherer Einspeistarif dem Antrag des NÖ Landtages widersprechen, der in der vergangenen Budgetsitzung die Landesregierung aufgefordert hat, mit der EVN AG entsprechende Verhandlungen aufzunehmen, um die Energiekosten - im Rahmen der Liberalisierung des Strommarktes - für die nö. Stromkunden zu senken. "Auch ist ein weiteres Auseinanderdriften der Einspeistarife zwischen der Windenergie und der ebenso umweltfreundlichen Wasserkraft energiepolitisch nicht mehr zu rechtfertigen", so Abg. Rupp abschließend.
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