ÖH mi UniStG. Novelle nicht zufrieden

Wien (OTS) - Das heute vom Parlament beschlossene Universitätsstudiengesetz (UniStG.) stößt beim Vorsitzenden der Österreichischen Hochschülerschaft auf wenig Gegenliebe. "Eine Differenzierung des österreichischen Universitätssystems ist zu begrüßen, allerdings läßt sowohl der Inhalt als auch die Vorgehensweise zu wünschen übrig", so Faißt.

So hätte sich Martin Faißt gewünscht, daß sich die mehrheitlich negativen Stellungnahmen im Gesetz niedergeschlagen hätten. Auch ist zu bemerken, daß die Einführung eines dreigliedrigen Systems nicht zwangsläufig eine stärkere Internationalisierung und Anrechenbarkeit der Studien bedingt. Auch der Zeitpunkt der Einführun g ist schlecht gewählt. Die Universitäten stecken mitten in den Studienplanerstellungen, die durch die Diskussion über das Bakkalaureat gestört und teilweise sogar vorläufig eingestellt wurden.

Gegenüber dem ersten Entwurf konnte die ÖH noch Verbesserungen erzielen. So ist etwa die Möglichkeit einer verpflichtenden Berufstätigkeit zwischen Bakkalaureat und Magister gefallen. Besonders von Seiten der Wirtschaftsuniversität Wien wurde immer wieder der Wunsch geäußert, die Studierendenanzahl für das Masterstudium zu verringern.

"Innerhalb von wenigen Monaten einen derartigen Umbruch in der österreichischen Bildungslandschaft vorzubereiten und zu beschließen, ist verantwortungslos kann nur zu Problemen führen", so Faißt. "Ich finde es schlichtweg unglaublich, daß von der Regierung keinerlei Rücksicht auf die negativen Stellungnahmen aller Betroffenen genommen wurde. Minister Einem scheint gegen Ende der Legislaturperiode noch schnell einen Erfolg zu brauchen um mit seinen europäischen Ressortkollegen gleichziehen zu können."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Österr. Hochschülerschaft
Martin Faißt
Tel.: 0676/66 99 100

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO/OTS